Grundsteinlegung am Waldschwimmbad Faßberg: Wiedereröffnung bleibt unklar

FASSBERG. Die Sanierung des Waldschwimmbads Herrenbrücke in Faßberg kommt voran. Auf der Baustelle am Müdener Weg ist der Grundstein für ein neues Gebäude gelegt worden, in dem künftig Eingangsbereich und Kiosk untergebracht werden sollen. „Jetzt wird die Sanierung sichtbar“, sagte Faßbergs Bürgermeisterin Kerstin Speder bei der offiziellen Feierstunde am Mittwoch. Angesichts der regen Bautätigkeit auf dem Gelände schien das etwas untertrieben, doch das neue Gebäude soll auch so etwas wie das sichtbare Zeichen des Neuanfangs werden. Eine Perspektive darauf, wie das Waldschwimmbad nach der Renovierung aussehen soll, wurde auch gegeben. Nur auf ein genaues Datum für die Wiedereröffnung wollte sich niemand festlegen.
„Unser Waldschwimmbad (…) ist ein Stück Lebensqualität, ein Stück Gemeinschaft und ein Stück Faßberg.“
„Wir bauen hier nicht einfach einen neuen Eingangsbereich“, sagte Kerstin Speder. „Wir investieren in einen Ort, der für viele Menschen in Faßberg mit Erinnerungen verbunden ist.“ Generationen hätten dort schwimmen gelernt, Freunde getroffen und schöne Sommertage verbracht. „Unser Waldschwimmbad (…) ist ein Stück Lebensqualität, ein Stück Gemeinschaft und ein Stück Faßberg.“ Anschließend befüllte sie eine Zeitkapsel mit einer Urkunde, einer Kopie der Baugenehmigung und einer Tageszeitung und versenkte den Metallbehälter im Grundstein.
Die Zeitkapsel wurde von Kerstin Speder und Fachdienstleiter Phillip Holtfreder vorbereitet (linkes Bild). Neben der Gemeinde Faßberg sind weitere Institutionen wie der Förderverein und der Seniorenbeirat in die Sanierung eingebunden (rechtes Bild).
Waldschwimmbad wird für sechs Millionen Euro saniert
Die Planungen zur Sanierung des Waldschwimmbads Herrenbrücke gehen laut Kerstin Speder auf das Jahr 2022 zurück, als sich die Gemeinde Faßberg um Fördermittel aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ bewarb. Im Jahr darauf folgten Förderzusage und Bewilligungsbescheid. 2024 wurde ein Architekt beauftragt, 2025 begannen die ersten Abbrucharbeiten und in diesem Jahr starteten die Arbeiten an Rohbau, Schwimmbecken, Dach und vielem mehr so richtig durch. Insgesamt werden in Faßberg sechs Millionen Euro verbaut, von denen der Bund 4,5 Millionen fördert.
100 Quadratmeter großer „Spraypark“ geplant
Beim Blick über die Baustelle wird klar, dass kein Bereich des Waldschwimmbads von der Sanierung unberührt bleibt. Im Hauptgebäude werden die Räume neu aufgeteilt und neue hinzugefügt. Es wird neue Umkleiden, Sanitätsräume und Personalbereiche geben. Das große 50-Meter-Schwimmerbecken wird runderneuert. Das Nichtschwimmerbecken wird von 500 auf 300 Quadratmeter verkleinert. Dafür entsteht direkt daneben ein 100 Quadratmeter großer „Spraypark“, eine Art Wasserspielplatz für Kleinkinder.
Die Schwimmbecken im Außenbereich werden runderneuert (links). Im Hauptgebäude entstehen unter anderem neue Räume (Mitte) und die Wärmehalle wird renoviert (rechts).
Boulderwand kommt, Fünf-Meter-Sprungturm vielleicht
Weiteres Highlight soll eine Boulderwand am Schwimmerbecken werden. „Die ist leicht gebogen, sodass man beim Herunterfallen direkt im Wasser landet“, erläuterte Architekt Detlef Hüßing. Vor allem Jugendliche sollen dadurch angesprochen werden. Überlegt werde auch, den bisherigen Drei-Meter-Sprungturm auf fünf Meter zu erhöhen, doch diese Pläne seien noch mit drei Fragezeichen versehen.
Zumindest Teileröffnung für 2027 in Aussicht
Momentan bewege man sich im Kostenrahmen, hieß es vor Ort, allerdings würde sich der Zeitplan fast täglich ändern. Der Wunsch sei eine Wiedereröffnung innerhalb der kommenden Saison, also zwischen dem 15. Mai und 15. September 2027. Doch noch seien nicht alle Vorhaben ausgeschrieben worden, sodass es deswegen zu Verzögerungen kommen könnte. Zumindest eine Teileröffnung sei 2027 möglich, so die vorsichtige Prognose.














