Godzilla trifft Spiegelei: Kunstausstellung an der Rathsmühle eröffnet

CELLE. Unsere Baustelle soll schöner werden – So könnte das Motto lauten, unter dem an der Rathsmühle kürzlich eine Open-Air-Kunstausstellung eröffnet wurde. 55 Werke von ebenso vielen Künstlerinnen und Künstlern hängen dort nun großformatig am Gerüst und sollen so lange zu sehen sein, wie die Baumaßnahme an dem historischen Gebäude dauert. Eine Jury des Vereins Denk.Mal hat aus fast 350 Einreichungen die besten Werke ausgewählt. Der jüngste Künstler ist demnach 13 Jahre alt, die älteste Mitwirkende über 80. Professionelle Werke hängen neben Hobby-Kunstschaffenden.
Großformatige Gemälde, Fotografien und Grafiken für alle sichtbar
Die Werke an der Rathsmühle heißen beispielsweise „Bienengwusel“, „Spiegelei“ oder auch „Maske Godzilla, selbst gebastelt“. Überwiegend handelt es sich um Gemälde, aber auch Fotografien und digitale Grafiken haben es in die Fassadenausstellung geschafft. „Kunst ist etwas, das uns alle verbindet“, sagte Alwin Gröschner vom Denk.Mal e.V. bei der offiziellen Eröffnung am Mittwoch vor rund 100 Gästen. Die Umgestaltung der Rathsmühle sei nicht alltäglich, fand er. Das Baugerüst bezeichnete er als Kokon, aus dem später ein schöner Schmetterling schlüpft. „Wir machen diesen Kokon schöner.“
Nahaufnahme der Fassade mit mehreren Kunstwerken. An der Seite der Rathsmühle wurden ebenfalls Kunstwerke aufgehängt. Zwei Gemälde entstehen beim Live-Painting.
An zwei Seiten der Rathsmühle hängen insgesamt 55 Kunstwerke. Während der Eröffnung der Ausstellung entstanden zwei Gemälde beim Live-Painting (rechtes Bild).
„Das kann Kunst am besten: Nicht diktieren, sondern zum Denken anregen.“ – Daniel Wunn, Jury-Mitglied Denk.Mal e.V.
Für die Auswahl der Werke war eine fünfköpfige Jury zuständig. Aufgrund der hohen Qualität der Einreichungen sei die Entscheidung schwergefallen. Jury-Mitglied Daniel Wunn machte deutlich, dass die Form dieser Ausstellung im öffentlichen Raum die Kunst zum Allgemeingut mache. Auch die philosophische Kraft und die Macht der Entschleunigung sei nicht zu unterschätzen. „Das kann Kunst am besten: Nicht diktieren, sondern zum Denken anregen“, so Daniel Wunn.
Viele Beteiligte und Live-Painting vor Ort
Zu den weiteren Beteiligten der Fassadenausstellung gehören neben der Stadt Celle auch die Stadtwerke und der Soroptimist International Club (SI). Stadtwerke-Geschäftsführer Thomas Edathy lobte das Engagement aller Beteiligten und freute sich, dass auch das Kunstwerk einer Mitarbeitern Teil der Schau ist. „Ich empfinde es als großes Glück, Teil dieser Gemeinschaft zu sein“, sagte Dagmar Janßen, Präsidentin des SI-Clubs Celle. Musikalisch begleitet wurde die Ausstellungseröffnung vom Duo „Lost Souls Gallery“. Eine Gruppe der Oberschule Westercelle gestaltete ein Kunstwerk beim Live-Painting.
Die Jury wählte aus fast 350 Einreichungen 55 Werke aus. Denk.Mal, SI-Club, Stadtwerke und Stadt Celle beteiligten sich an der Durchführung der Ausstellung. Die Eröffnung wurde musikalisch von „Lost Souls Gallery“ begleitet.
Zu den Beteiligten der Fassadenausstellung gehören der Verein Denk.Mal, die Stadt Celle, die Stadtwerke und der Soroptimist International Club. Live-Musik kam von „Lost Souls Gallery“ (rechtes Bild).
Ausstellung bleibt, solange das Baugerüst steht
Die Fassadenausstellung an der Celler Rathsmühle ist zu sehen, solange das Baugerüst am Gebäude steht. Einen guten Blick gibt es von der Allerbrücke. Wenn die Bauarbeiten es zulassen, kann auch näher an den Bauzaun herangetreten werden. Infos zu den einzelnen Kunstwerken gibt es online beim Verein Denk.Mal.














