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Flashmob: 200 Schützenmusiker ziehen durch die Innenstadt | Fotogalerie + Video




CELLE. "Irgendwas passiert hier gleich." Auch wenn der wohl größte Flashmob dieser Art im Norden geheimgehalten wurde, das haben solche Aktionen so an sich, verrieten einzelne Trauben entlang der Celler Zöllnerstraße und eine wartende Menge am Heiligen Kreuz: "Hier liegt was in der Luft" - sie sollten recht behalten: und zwar Musik.


Pünktlich um 14 Uhr zücken "Gäste" in einem Eiscafé ihre Querflöten und stimmen "Bella Ciao" an. Eine gute Viertelstunde lang wird dieser Traditional aus dem 19. Jahrhundert, das aber in der Version der italienischen Partisanen im Zweiten Weltkrieg bekannt wurde und zu einer Hymne der antifaschistischen Bewegungen wurde, gespielt.





Immer mehr MusikerInnen der "Fachgruppe Musik des Kreisschützenverbandes Celle", zu denen 21 Spielmanns-, Fanfaren- und Musikzüge angehören, schließen sich den Klängen an, insgesamt rund 200. Am heutigen Sonntag bestehen sie aus 15 Spielzügen. Vorfreude und Aufregung mischten sich bei allen Teilnehmern und vor allem bei Kreismusikleiter Lutz Kleineberg: "Trainieren kann man so etwas im Vorfeld natürlich nicht, und wir haben nur diesen einen einzigen Versuch – also auch irgendwo ein Experiment." Ein gelungenes Experiment, das wahrscheinlich Geschichte schrieb: "Wir Musiker glauben, dass es einen solch gewaltig großen musikalischen Flashmob im Raum Norddeutschland so noch nicht gegeben haben dürfte, zumindest ist uns davon nichts bekannt", so Kleineberg. Diese "Fachgruppe" sei im Rahmen der Schützenorganisation des Landes Niedersachsen jedenfalls die größte Ihrer Art.


Bis zur Stadtkirche ging der Zug, um vom Kirchturm aus mit drei Trompetern musikalisch empfangen zu

werden. "Unten" richtete Celles Bürgermeister Alexander Wille Grußworte in die Runde. "Wir Musiker wollen nach den schweren Jahren der Pandemie und der mehr als schweren Rückkehr zur Musik auf uns aufmerksam machen, aber auch dazustellen, wie vielfältig die Kulturlandschaft der Region Celle ist und zusammenarbeiten kann", erklärt Kleineberg die Aktion. "Das 'Wir' steht dabei im Vordergrund - ein 'Wir', das sehr gut in die heutige Zeit passt", ist der Musiker überzeugt - Zuspruch und Applaus geben ihm recht.


Fotos: Peter Müller





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