Fahrplanwechsel im Celler ÖPNV: Grüne wünschen Auswertung der Neuerungen

CELLE. Der Busverkehr in Celle ist zum Fahrplanwechsel im August mit diversen Neuerungen an den Start gegangen. Zu den wichtigsten Änderungen gehören laut CeBus, dass die bisherigen zehn Stadtlinien zu fünf durchgehenden Linien zusammengefasst wurden, die die Stadtteile direkt miteinander verbinden. Außerdem fahren all diese Stadtlinien jetzt über den Bahnhof, sodass dieser aus allen Stadtteilen ohne Umsteigen zu erreichen ist. Die Celler Grünen beobachten die Veränderungen ganz genau und wünschen sich eine Auswertung der Neuerungen. Im Rat der Stadt Celle hat die Grünen-Fraktion dazu eine Anfrage gestellt.
Veränderungen sollen durch Stadt begleitet werden
Die Grünen möchten wissen, wie die jüngsten Fahrplanänderungen von der Stadt begleitet werden, ob die Auswirkungen systematisch gemessen werden und wie Politik und Öffentlichkeit darüber informiert werden. „Zuverlässigkeit, hohe Kundenzufriedenheit mit einer Zunahme der Fahrgastzahlen und damit ein wirtschaftlicherer Betrieb des ÖPNV – das sollten die Ziele jeder Veränderung im öffentlichen Nahverkehr sein“, sagt Johanna Thomsen, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Stadtrat, in einer Mitteilung. „Da die Stadt Celle in Zukunft die Organisation des Busverkehrs in Celle selbst übernehmen will, wäre es natürlich geboten, bereits heute die Veränderungen zu begleiten.“
Stadt Celle möchte Busverkehr selbst organisieren
Gemeint sind damit die Pläne der Stadt Celle, den Busverkehr im Stadtgebiet ab 2035 selbst zu organisieren. Die Stadt hat diesen Schritt in die Wege geleitet, weil sie ihre Bedürfnisse in der Vergangenheit zu wenig berücksichtigt sah. Dabei geht es beispielsweise um kleinere Fahrzeuge und eine andere Taktung.
Wunsch nach Kundenbefragung und Fahrgastzählung
In ihrer Anfrage an den Rat der Stadt Celle möchten die Grünen unter anderem wissen, wie die Zielerreichung der jüngsten Fahrplanänderungen gemessen wird und ob es dazu Kundenbefragungen, Fahrgastzählungen oder ähnliches gibt. Außerdem wird gefragt, nach welchen Kriterien ausgerechnet diese Änderungen umgesetzt wurden und andere dagegen nicht. Im Hinblick auf die kommenden Jahre möchten die Grünen wissen, wie mit weiteren Änderungswünschen umgegangen wird, ob diese gesammelt und veröffentlicht werden und wer diese bearbeiten wird.
„Wir gehen davon aus, dass der ÖPNV kundenfreundlicher, pünktlicher, attraktiver und (…) wirtschaftlicher sein soll.“
Aus Sicht der Grünen-Fraktion im Stadtrat reiche es nicht, Änderungen anzustoßen. Es müsse auch überprüft werden, was sie bewirken und wo gegebenenfalls nachgesteuert werden sollte. „Sicher wurden Vorbereitungen getroffen, dass bereits mit den (…) Änderungen des Fahrplanwechsels ein Monitoring stattfindet, ob die den Änderungen zu Grunde liegenden Ziele auch erreicht werden“, heißt es in der Anfrage. „Wir gehen davon aus, dass der ÖPNV kundenfreundlicher, pünktlicher, attraktiver und damit am Ende durch eine stärkere Nutzung auch wirtschaftlicher sein soll.“ Antworten auf die Anfrage werden bei der Ratssitzung am 1. Oktober erwartet.














