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Endet ÖPNV weiterhin an Kreisgrenze? Stellungnahme zum Nahverkehrsplan



CELLE. Am 28.06.2023 wird der Kreistag die Fortschreibung des Nahverkehrsplans beschließen, die dann Grundlage einer Neuausschreibung des ÖPNV im Landkreis Celle wird. Nach einem ersten Entwurf der Verwaltung sollen jetzt Workshops stattinden und am 24.05. eine Info-Veranstaltung für alle Fraktionen. Dazu erklärt der CDU-Kreistagsabgeordnete Dr. Hans-Georg Ratsch-Heitmann, unzensiert und unkommentiert: Grenzüberschreitende Verkehre wie im Westen Wietze-Schwarmstedt, im Norden Richtung Soltau und Munster, im Osten Lachendorf bzw. Langlingen Richtung Giforn, im Süden Wathlingen Richtung Burgdorf und im Südosten Flotwedel Richtung Uetze wurden bisher kaum thema􏰁siert. Eigentlich verwunderlich, findet Dr. Ratsch-Heitmann (CDU), fallen doch mit dem 49€- Ticket wesentliche bisherige Hemmnisse weg. Bisher gibt es als einzige grenzüberschreitende Verbindung die Bahnlinie von Celle nach Hannover. Bei näherer Betrachtung dränge sich vor allem im Südosten des Landkreises eine zusätzliche Verbindung geradezu auf: von Flotwedel (12.000 Einwohner) nach Uetze (21.000 Einwohner) und weiter zur Bahnlinie Hannover-Wolfsburg. Jeden Tag 50 Pkw mit Celler Kennzeichen Jeden Tag stehen bis zu 50 Pkw mit Celler Kennzeichen auf den P+R Bahnhöfen Dollbergen, Dedenhausen und Ohof, hat Dr. Ratsch-Heitmann (CDU) gezählt. Von diesen Bahnhöfen geht es stündlich und frühmorgens sogar halbstündlich nach Hannover und Wolfsburg. Dass sich Dr. Ratsch-Heitmann aus Bröckel in dieser Angelegenheit besonders engagiert, ist nicht überraschend. War er doch schon 1992 Mitbegründer einer „Bürgerinitative Nahverkehr“, die über 14 Jahre einen Verkehr zwischen Bröckel und Dollbergen ohne öffentliche Förderung organisierte.

„Der Bedarf ist da“ „Der Bedarf ist da“, so Dr. Ratsch-Heitmann. Neben Berufspendlern aus dem Flotwedel nach Hannover und Wolfsburg und dem Schülerverkehr nach Uetze (Gymnasium und Gesamtschule) gebe es „Gesundheitspendler“ in beiden Richtungen. Dr. Ratsch-Heitmann, Wathlingens Bürgermeister Torsten Harms – zugleich Fraktionsvorsitzender der CDU/UB-gruppe im Kreistag – und Uetzes Bürgermeister Werner Backeberg waren 2019 beim zuständigen Dezernat in Hannover. Regiobus sollte sich um Hänigsen-Wathlingen kümmern und CeBus um Bröckel-Uetze bzw. Eicklingen- Dollbergen. Auch die LEADER-Region Aller-Fuhse-A sah den Bedarf und signalisierte erhebliche Zuschüsse. Das AKH Celle regte nach einer Ärztebefragung in der Region Uetze eine Verbindung an. Landrat Wiswe sah sich im Frühjahr 2019 bei „grundsätzlicher Bereitscha􏰃“ vorerst aber ausgebremst, nachdem sich CeBus durch akuten Fahrermangel und der Zunahme des Leistungsumfang durch Absenkung der Mindesten􏰄ernungen außerstande sah, eine zusätzliche Linie zu bedienen. Gutachten gibt zu, „keine Datengrundlage“ zu haben.

Schon 2017 musste der Gutachter einräumen, dass es bezüglich einer Verbindung nach Uetze „keine belastbaren Bedarfs- ermi􏰅lungen, allenfalls Vermutungen“ gebe. Und auch jetzt sieht das Gutachten „grundsätzlich keinen Handlungsbedarf“, räumt aber selbst gleich ein, dass „dafür keine Datengrundlage“ vorliege. Letztlich gehe es um die poli􏰁sche Entscheidung, in der Ausschreibung ein Angebot zu erwirken, da es hinreichende Indizien für einen Bedarf gebe. „Dazu muss diese Verbindung aber sowohl in den Nahverkehrsplan und später auch in die Ausschreibung, zur Not als zeitlich begrenztes Zusatzangebot, das man wieder beenden könnte.“ Nur gut 4 km liegen zwischen dem Netz der CeBus im Bereich Flotwedel und dem Regio-Netz im Bereich Uetze. Der Blick auf die Karte macht es deutlich: wer aus dem Celler Südosten nach Hannover, Giforn oder Wolfsburg möchte, braucht derzeit zwingend den Pkw, auch bei Nutzung des ÖPNV. Niemand würde den Umwege über Celle fahren. Ein „Lückenschluss“ nützt nicht nur den Bürgern unseres Landkreises, der Region Uetze, den Schülern und den Berufspendlern. Die heu􏰁ge Pkw-Nutzung könnte mit einer Verbindung nach Uetze und weiter zur Bahn reduziert werden. Mancher Zweit-Pkw, der heute tagsüber auf dem P+R Parkplatz steht, würde entbehrlich. Nicht genutzte Pkw sind der beste Beitrag zum Ziel der „Dekarbonisierung“.

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