„Ein fast perfekter Antrag“: Cellerin Valerie Körfer feiert Kino-Debüt
- Sheenara Wiebke
- vor 7 Stunden
- 3 Min. Lesezeit

CELLE. Mit 27 Jahren hat Valerie Sophie Körfer das geschafft, wovon viele Schauspieler träumen: eine Rolle in einem waschechten Kinofilm spielen – inklusive Starbesetzung. Am Donnerstag (26. Februar) startet „Ein fast perfekter Antrag“ deutschlandweit in den Kinos.
"Als ich das erste Mal mein Gesicht im Fernsehen gesehen habe, dachte ich, ich komm' gar nicht klar.“
Sich selbst auf dem Bildschirm zu sehen, ist für die Cellerin immer noch „verrückt im besten Sinne“.
„Als ich das erste Mal mein Gesicht im Fernsehen gesehen habe, dachte ich, ich komm' gar nicht klar“, erinnert sich Valerie Körfer. Nach dem Abitur am Hölty zog es die Cellerin nach Berlin an die renommierte Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch. Seither hat sie in zahlreichen Theater- und Fernsehproduktionen mitgewirkt – etwa in Serien wie „Ku’damm ’63“, „In aller Freundschaft“, „Ein starkes Team“ oder der Amazon-Prime-Produktion „Beasts Like Us“. Im ARD-Film „Das Märchen vom goldenen Taler“ übernahm sie sogar die Hauptrolle.

Seite an Seite mit Iris Berben und Heiner Lauterbach
Im Kinofilm "Ein fast perfekter Antrag" steht sie nun neben Heiner Lauterbach und Iris Berben vor der Kamera. „Wir waren alle gespannt und neugierig, diese Ikonen der deutschen Filmlandschaft bei der Arbeit zu sehen“, sagt sie – ein Gefühl, das auch ihre jungen Kollegen teilten. Über drei Monate hinweg lebten einige der Darsteller im selben Hotel – eine intensive Phase, in der unter den Schauspielern auch schnell Freundschaften entstanden.

"Wir waren alle gespannt und neugierig, diese Ikonen der deutschen Filmlandschaft bei der Arbeit zu sehen.“
Worum geht es in dem Film? Der verbitterte Walter Adler (gespielt von Heiner Lauterbach) begegnet nach vierzig Jahren seiner Jugendliebe Alice Olsen (Iris Berben), die inzwischen als Kunstprofessorin arbeitet. Um ihr nah zu sein, schreibt er sich kurzerhand an der Universität ein – und wird dort nicht nur mit alten Gefühlen, sondern auch mit Generationsunterschieden zu seinen deutlich jüngeren Kommilitonen konfrontiert.
"Ich neige dann doch dazu, die Streberin zu spielen.“
Eine dieser Kommilitoninnen wird von Valerie Körfer verkörpert. Bei der Ausgestaltung der Studierendenrollen hatten die jungen Schauspieler weitgehend freie Hand, berichtet sie. Obwohl sie besonders gern Figuren spiele, die weit von ihrer eigenen Persönlichkeit entfernt sind, habe sie für diese Rolle auch auf ihren eigene Charakter zurückgegriffen. „Ich neige dann doch dazu, die Streberin zu spielen“, sagt sie schmunzelnd.
Der Wunsch nach einem Leben voller Möglichkeiten
Heute wie zu Schulzeiten zeigt sich ihr Wunsch nach Vielseitigkeit: Während in der zehnten Klasse viele ihrer Mitschüler bereits einen konkreten Karriereweg ins Auge fassten, sehnte sie sich vor allem nach Abwechslung: „Ich musste einen Beruf finden, in dem ich mich nicht festlegen muss.“ Ihr Leitgedanke: „Ich will viele Leben in eins packen“ – ein Anspruch, der sie bis heute begleitet
„Ich will viele Leben in eins packen.“
Valerie Körfer hat „Ein fast perfekter Antrag“ bereits bei der Premiere Anfang Februar gesehen. Auf diesen Moment hatte sie einige Zeit gewartet: Die Dreharbeiten waren bereits im Oktober 2024 abgeschlossen. Die Aufregung habe sich aber gelohnt. „Das ist ein sehr runder und herzerwärmender Film geworden“, findet sie. Nun freut sie sich darauf, den Film vielleicht noch einmal mit Familie und Freunden zu sehen – dieses Mal nicht in München, sondern im heimischen Kino Kammerlichtspiele.














