Ende in Sicht? Das ist der aktuelle Stand auf dem Wilhelm-Heinichen-Ring
- Sheenara Wiebke
- vor 2 Stunden
- 2 Min. Lesezeit

CELLE. Die seit Mai 2024 laufenden Sanierungsarbeiten sind für viele Cellerinnen und Celler eine Geduldsprobe. Doch es gibt gute Neuigkeiten: Auf dem Wilhelm-Heinichen-Ring soll die Fahrbahn noch in diesem Jahr wieder vollständig freigegeben werden. Zuletzt hatten die Witterungsbedingungen die Bauarbeiten verzögert. Bauherr Ulf Pohlmann lobte bei einem Rundgang am Donnerstagmorgen den Fortschritt auf der Baustelle. Diesen führt er vor allem auf die gute Zusammenarbeit der beteiligten Straßenbaufirmen zurück: „Das ist für uns eine Vorzeigebaustelle. Da, wo es geht, wird gearbeitet."
"Das ist für uns eine Vorzeigebaustelle."
Der Wilhelm-Heinichen-Ring wird aktuell an mehreren Stellen umfassend umgestaltet. Ziel der Sanierungsarbeiten ist eine höhere Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer. Statt langer Abbiegespuren, setzen die Bauplaner auf Ampelanlagen. So auch an der Abzweigung zu Kaufland. Radfahrer und Fußgänger können die Straße künftig sicher überqueren.

Breitere Wege für Radfahrer und Fußgänger
Für Autofahrer wird es jeweils zwei Fahrspuren pro Richtung geben, die durch Grünstreifen baulich voneinander getrennt sind. Auch die Geh- und Radwege werden verbreitert. Für Menschen mit Gehbehinderungen soll es künftig außerdem einfacher werden, von der Straße „An der Hasenbahn“ auf den Wilhelm-Heinichen-Ring zu gelangen.
Ingenieur Dirk Rother, der für die Planung und Bauüberwachung zuständig ist, erklärte: Bis auf die Bahnüberführung müssten rund acht Meter Höhenunterschied überwunden werden. Damit das auch mit dem Rollstuhl möglich sei, werde eine lange Rampenstrecke mit geringer Steigung gebaut – inklusive mehrerer Zwischenplateaus zum Verschnaufen.

Verzögerungen durch Kampfmittel und Asphalt
Neben dem Wetter haben auch weitere Faktoren die Arbeiten verzögert. So wurden die Bauarbeiten immer wieder von Kampfmittelsondierungen begleitet – das zuständige Ingenieursbüro "Heidt + Peters" spricht von „verschiedenen Kampfmittelverdachtsflächen“. Hinzu kommt, dass im abgerissenen Asphalt der krebserregende Stoff PAK (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) nachgewiesen wurde. Die notwendige Spezialentsorgung kostete ebenfalls Zeit und Geld.
Fertigstellung in diesem Jahr weiter realistisch
Ab Juni soll die Asphaltierung der Fahrbahnen beginnen. Wenn alles nach Plan läuft, ist „Celles größtes Infrastrukturprojekt der letzten Jahrzehnte“, wie die Stadt es nennt, im Herbst abgeschlossen – und die lange Wartezeit für Celler Autofahrer endlich vorbei.















