„Digitale Dörfer“ starten in Niedersachsen


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HANNOVER. Das bisher auf Südniedersachsen begrenzte Projekt „Digitale Dörfer Niedersachsen“ soll bereits ab Mitte des Jahres auf das ganze Bundesland ausgeweitet werden. Das kündigte Regionalministerin Birgit Honé heute im Anschluss an eine digitale Sitzung des Projektbeirats an. Bei der Zusammenkunft waren die Ergebnisse einer Zwischenevaluation des Projekts vorgestellt worden.


„Die Digitalen Dörfer haben die Menschen in Südniedersachsen einander nähergebracht. Diese positive Entwicklung wollen wir nun in ganz Niedersachsen ermöglichen. Darum freue ich mich, dass wir nun den Weg für interessierte Kommunen aus allen Landesteilen freimachen“, sagte die Ministerin. Für den landesweiten Rollout stehen zunächst bis zu zwei Millionen Euro aus dem Sondervermögen Digitalisierung des Landes zur Verfügung.


Die „Digitalen Dörfer Niedersachsen“ vernetzen über eine regionale Softwareplattform Bürgerinnen und Bürger in den ländlichen Räumen. Ziel ist ein nicht-kommerzielles „digitales Ökosystem“, über das sich die Menschen vor Ort vernetzen und mit der kommunalen Verwaltung interagieren können. Die digitale Kommunikation soll das dörfliche Zusammenleben verbessern und so für mehr Lebensqualität sorgen. Angebote wie die DorfFunk-App, die DorfNews oder der Digitale Schaukasten werden derzeit in einem Reallabor in Südniedersachsen erprobt.


Laut Mitteilung des Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung zählt das Reallabor derzeit mehr als 3900 registrierte Nutzerinnen und Nutzer. Sieben Digitale Dörfer in den vier Landkreisen Holzminden, Northeim, Göttingen und Goslar seien bereits im Netz gestartet, weitere acht stünden kurz vor der Freischaltung. Es bestehe großes Interesse: Allein aus Südniedersachsen liegen bislang 176 Interessensbekundungen vor. Die Projektträger sind die Stiftung Digitale Chancen und das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software (IESE).


Die Vorsitzende der Stiftung Digitale Chancen, Jutta Croll, freut sich über den angekündigten Roll-Out. „Wir werden unsere in Südniedersachsen erzielten Erkenntnisse auf das ganze Land übertragen“, kündigte Croll an. Sie sieht durch die niedrigschwelligen Angebote auch einen Mehrwert für die kommunalen Verwaltungen. „Die flächendeckende Bereitstellung der Digitale-Dörfer-Plattform kann einen wertvollen Beitrag zur Umsetzung des Online-Zugangs-Gesetzes leisten, indem es die Akzeptanz zur Nutzung von Onlinediensten der Verwaltung erhöht“, so Croll.

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