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"Deutscher Rap will keine Juden in seinem Ghetto" - Gesprächsrunde mit Ben Salomo


Foto: Christopher Civitillo



CELLE. Der Antisemitismus in Deutschland ist nicht erst seit dem Anschlag in Halle ein Thema. Seit Jahren gibt es ein Antisemitismus-Problem in der deutschen Rap-Szene, wie Ben Salomo aus erster Hand zu berichten weiß.


Doch auch im Alltag sei Antisemitismus in den letzten Jahren immer salonfähiger geworden. Jahrzehnte nach dem Ende des Nationalsozialismus sehen sich Juden noch immer mit den alten Gerüchten und Vorurteilen konfrontiert. Es komme zu Beleidigungen, persönlichen Bedrohungen und Übergriffen.


Ben Salomo wurde 1977 unter dem bürgerlichen Namen Jonathan Kalmanovich in der israelischen Stadt Rechovot geboren. Im Alter von vier Jahren siedelte er gemeinsam mit seinen Eltern in das damalige West-Berlin um. Hier hielt er Kontakt zur Jüdischen Gemeinde und wuchs zugleich in den Hinterhöfen von Schöneberg unter arabischen und türkischen Migranten auf. 1997 begann er, Hip-Hop-Musik zu machen. Acht Jahre hostete er auf YouTube die erfolgreiche Battle-Rap-Veranstaltung »Rap am Mittwoch« mit rund 417 000 Abonnenten und über 112 Millionen Views. Im Mai 2018 gab er das Musikformat wegen der starken antisemitischen Tendenzen in der Deutschrap-Szene auf.


Für sein Engagement gegen Rassismus und Antisemitismus wurde ihm 2018 das Robert-Goldmann-Stipendium verliehen. 2019 erschien seine Autobiografie "Ben Salomo bedeutet Sohn des Friedens".


Nach einem einführenden Vortrag von Ben Salomo zum Antisemitismus in der deutschen Jugendkultur werden sich Dr. Rebecca Seidler (1. Vorsitzende Landesverband der Israelitischen Kultusgemeinden von Niedersachsen K.d.ö.R. und Vorsitzende der Liberalen Jüdischen Gemeinde Hannover), Dr. Elke Gryglewski (Geschäftsführerin Stiftung niedersächsische Gedenkstätten) und Enno Stünkel (Vertreter des Projekts „Perspektiven gegen Antisemitismus“ vom Celler Netzwerk gegen Antisemitismus) mit Ben Salomo über die aktuellen Erfahrungen und Entwicklungen, sowohl auf Landesebene als auch spezifisch im Raum Celle, austauschen. Christoph Giesa wird als Moderator durch den Abend führen.


Die Veranstaltung wird präsentiert von der CD-Kaserne gGmbH, der Jüdischen Gemeinde Celle und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Celle in Kooperation mit der Friedrich Naumann Stiftung für die Freiheit und der Rudolf-von-Bennigsen Stiftung.


Datum: Montag, 05.06.2023, Halle 16, CD-Kaserne

Einlass: 18:00 Uhr, Beginn: 19:00 Uhr

Eintritt frei.



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