CHTV *6. Update* - Mehr als 100 Sturmeinsätze im Landkreis *VIDEO/GALERIE*

Aktualisiert: 19. Feb.


Foto: Michael Schäfer

CELLE/FLOTWEDEL/SÜDHEIDE/HAMBÜHREN. In den vergangenen Stunden zog mit Zeynep der stärkste Orkan der vergangenen Jahrzehnte über Norddeutschland. Auch in Celle sorgte der Orkan für zahlreiche wetterbedingte Einsätze und einen Großeinsatz der Freiwilligen Feuerwehr.




Erste Bilanz Celle, 19.2.2022, 9:00 Uhr:


Bereits um 17:25 Uhr erfolgte die erste Alarmierung. Im Stadtteil Groß Hehlen wurde ein Flachdach durch eine Böe weggerissen. Im Anschluss nahmen die Einsätze stetig zu. Durch die Führungsgruppe Einsatzleitung wurde der Stabsraum der Feuerwehr Celle im Feuerwehrhaus im Herzog-Ernst-Ring besetzt. Von hier aus wurden die Einsätze im Stadtgebiet koordiniert. Die eingehenden Einsätze wurden hierbei priorisiert und den benötigten Einsatzmitteln zugeordnet. Die Gesamteinsatzleitung wurde durch den Stadtbrandmeister übernommen.

Im Verlauf des Abends nahmen der Sturm und das Einsatzgeschehen stetig zu. Weitere Einsatzkräfte der Feuerwehr wurden alarmiert.

Insgesamt kam es zwischen 17:25 Uhr und 4:00 Uhr zu 64 Einsätzen in der Residenzstadt. Das Einsatzgeschehen war breit gefächert. So stürzten Bäume auf Straßen und Dächer, Dachziegeln fielen von Dächern, Bäume und Bauteile lösten sich an Gebäuden. Auch im Bereich von Bahnstrecken kam es zu umgestürzten Bäumen.

Im Einsatz waren 200 Einsatzkräfte aller neun Ortsfeuerwehren der Stadt Celle. Das Technische Hilfswerk Celle mit sechs Kräften sowie die Johanniter Unfallhilfe Celle (JUH) und der ASB Celle mit je fünf Einsatzkräften.

Durch die Johanniter Unfall Hilfe und den Arbeiter Samariter bund wurde die Versorgung der über 200 Einsatzkräfte sichergestellt. Feuerwehrsprecher Florian Persuhn: "Ein Dank geht an alle Einsatzkräfte für Ihren unermüdlichen Einsatz."



Fotos: FF Celle





*TICKER 18.2./19.2.2022*


Die Feuerwehren Celle und Winsen sind bereits im Einsatz. in Groß Hehlen kam es zu einem Dachschaden, zwischen Groß Hehlen und Celle ist die B 3 wegen Baumschaden gesperrt, in Winsen stürzte ein Baum auf eine Halle. Stand 18:10 Uhr. Das Sturmtief „Zeynep“ fegt wie erwartet mit heftigen Böen über Niedersachsen. Im Kreis Celle sind die Feuerwehren und das THW im Einsatz. Im Ort Groß Hehlen hat „Zeynep“ bereits das Dach einer Fahrradwerkstatt der Lebenshilfe abgedeckt. Die Feuerwehr Flotwedel ist bereits beim dritten Einsatz. Der Staabsraum der Celler Feuerwehr wurde besetzt, um weitere Einsätze zu koordinieren.


Stand 21:00 Uhr


*Update 22:20 Uhr* Meldung Feuerwehr Celle Für die Stadt Celle warnt der DWD weiterhin vor orkanartigen Böen. Die Feuerwehr Celle ist seit 17:25 Uhr durchgehend im Einsatz. Der Wind und das Einsatzgeschehen haben stetig zugenommen, ob Bäume auf Straßen, Schienen oder Häusern, gelöste Bauteile und herabfallende Dachziegeln - die Feuerwehr ist im Einsatz. *Update 3:00 Uhr* Bis 3:00 Uhr mussten durch die Freiwillige Feuerwehr Celle 59 Einsätze bearbeitet werden. Unterstützt wird die Feuerwehr hierbei durch das Technische Hilfswerk. Die Versorgung der über 200 Einsatzkräfte wird durch die Johanniter Unfallhilfe und den ASB sichergestellt.












Text/Fotos: FF Celle *Update 23:15 Uhr* Meldung Feuerwehr Flotwedel Der erste Alarm für die Freiwillige Feuerwehr Flotwedel rief die Einsatzkräfte des Einsatzleitwagens auf den Plan. Schon kurze Zeit später gingen die ersten Alarmierungen für die Ortsfeuerwehren ein.

Neben einigen Bäumen, welche die Fahrbahn blockierten, gab es zudem einige Einsatzstellen abzuarbeiten, bei denen umgestürzte Bäume auf Wohngebäude gestürzt waren. Glücklicherweise kamen hierbei keine Personen zu Schaden.

Aktuell sind acht der elf Ortsfeuerwehren der Samtgemeinde Flotwedel mit insgesamt 97 Einsatzkräften im Einsatz. Bisher konnten 23 Einsätze abgearbeitet werden.



Text/Foto: Marcel Neumann


SÜDHEIDE, Stand 1:00 Uhr


Die Feuerwehren wurden zu rund 30 Einsätzen alarmiert. Die FF Beckedorf unterstützte u.a. den Rettungsdienst auf ihren Fahrten ins Allgemeine Krankenhaus.


HAMBÜHREN, Stand 11:10 Uhr Auch die Feuerwehr Hambühren hatte eine schlaflose Nacht. Der erste Alarm ging gegen 22 Uhr ein, weitere folgten. Zwischenzeitlich wurde vorsorglich das Feuerwehrhaus besetzt, um im Falle von Alarmierungen direkt ausrücken zu können. Insgesamt fünf Alarmierungen gingen bis in die Morgenstunden bei der Feuerwehr Hambühren ein. Zweimal Baum auf Haus, zweimal Baum auf Straße und einmal die Meldung, Baum droht zu kippen. Nicht jede der Meldung erforderte jedoch auch ein Eingreifen der Einsatzkräfte. Teilweise hatten Anwohner bereits Aufräumarbeiten selbst erledigt oder gab es aufgrund fehlender Gefahr keinen weiteren Handlungsbedarf für die Feuerwehr. Auf den Rückfahrten von den Einsatzstellen räumten die Fahrzeugbesatzungen noch verschiedene Äste, Planen oder Altpapiercontainer von den Straßen. Text/Foto: Frederik Kessel