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Celler Wälder führen so viel Wasser wie seit sechs Jahren nicht


In einer Waldfläche in der Nähe von Celle steht das Wasser (Foto: Niedersächsische Landesforsten).

CELLE. Die Niedersächsischen Landesforsten blicken angesichts aufgefüllter Bodenwasserspeicher optimistisch in das Jahr 2024. „Derzeit sind die Bodenwasserspeicher so weit gefüllt, wie sie es seit dem Winter 2017/2018 nicht mehr waren“, erklärt Dr. Klaus Merker, Präsident der Niedersächsischen Landesforsten. „Stellt man sich den Wald als Schwamm vor, ist dieser derzeit maximal vollgesogen. Der viele Regen hat die fehlenden Wasserreserven wieder aufgefüllt, die der Wald in den letzten Dürresommern dringend gebraucht hätte“, stellt Merker fest. Einerseits stimmt das viele Wasser die Försterinnen und Förster optimistisch – waren doch die Folgen der vergangenen Dürresommer für den Wald vor allem deswegen so gravierend, weil die Böden bereits zu Beginn des Frühjahrs trocken waren.

 

Andererseits stellt es sie vor Herausforderungen: die für den Winter geplante Ernte vor allem des Laubholzes kam aufgrund des aufgeweichten Bodens vielerorts zum Erliegen, Hochwasser schädigte Waldwege und in mancher Fläche, die jetzt bepflanzt werden sollte, steht das Wasser.

„Angesichts der teilweise verheerenden Hochwasserschäden, fällt es schwer, dem vielen Regen etwas Positives abzugewinnen – im Wald aber gelingt das: das Wasser ist auch in tieferen Bodenschichten angekommen, aus denen sich die Altbäume mit Wasser versorgen, und im feuchten Oberboden können die jungen Setzlinge jetzt gut Wurzeln schlagen und vertrocknen nicht“, erläutert Präsident Dr. Merker.

 

Der Wechsel von Dürresommern und extrem verregneten Wintern sowie die zahlreichen Stürme zeigen, wie wichtig und dringend Wiederbewaldung und Waldumbau sind. „Daneben gewinnt aber auch das nachhaltige Wassermanagement an Bedeutung, zu dem unsere Wälder und insbesondere unsere Waldmoore einen wichtigen Beitrag leisten können“, blickt der Merker auf zahlreiche Projekte der Landesforsten zwischen Harz und Küste.

 

Hintergrund

Mehr als die Hälfte der Fläche der niedersächsischen Trinkwassergewinnungsgebiete liegt auf Flächen der Niedersächsischen Landesforsten, gleichwohl lediglich etwa ein Viertel der Landesfläche Niedersachsens bewaldet ist.


Wälder erfüllen hierbei eine Schwammfunktion: Regenwasser wird vom porösen, gut durchwurzelten und belebten Waldboden rasch aufgenommen, statt oberflächlich abzufließen. In den zahlreichen Poren wird das Wasser hierbei nicht nur gereinigt, sondern auch gehalten wie in einem Schwamm. Das aufgenommene Wasser gibt der Waldboden langsam ans Grundwasser ab. Das Programm für „langfristige Ökologische Waldentwicklung“ (kurz LÖWE) der Niedersächsischen Landesforsten erhält und entwickelt mit der naturnahen Bewirtschaftung die Leistungen des Waldes für den Wasserhaushalt. Darüber hinaus führen die NLF zahlreiche Projekte im Bereich der Wiederherstellung von Waldmooren durch, die neben ihrer Leistung für den Wasserhaushalt wichtige Lebensräume und wirksame Klimaschützer sind.


Text: Niedersächsische Landesforsten

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