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CelleHeute Reportage: Ein Ruderer im Paddelboot

Zwei Männer in jeweils einem Kajak auf dem Wasser.
CelleHeute-Redakteur und Ruderer Stefan Kübler (links) lässt sich von Stefan Sauer das Paddeln zeigen. (Foto: Stefan Sauer)

CELLE. „Ich sag’s lieber gleich: Ich bin eigentlich Ruderer“, sage ich an der Tür zum Bootshaus des Paddel-Klubs Celle an der Ziegeninsel. „Das macht nichts. Ich habe auch schonmal falsch herum im Boot gesessen“, antwortet Stefan Sauer, zweiter Vorsitzender des Klubs, der damit auf seine eigene Rudervergangenheit anspricht. „Leistungssport ist halt nicht für jeden was“, entgegne ich. Damit sind die Nettigkeiten ausgetauscht. Wir verstehen uns.


Schwimmweste an und ab auf die Aller


Ich zerfalle nicht zu Staub, als ich den Paddel-Klub betrete. Und auch sonst ist das hier alles ganz nett. Ich bekomme eine Führung durch das Vereinsheim und darf mir ein Boot aussuchen. Stefan streift mir einen Spritzschutz über und hilft mir in die Schwimmweste. Ich bekomme ein paar Ratschläge fürs Einsteigen und dann geht’s auch schon los. Gleich soll ich in ein Paddelboot steigen. Und das, obwohl ich seit mehr als 30 Jahren Mitglied im Ruderverein bin. Ob das gutgeht?


Stefan Kübler im Paddelboot auf der Aller bei Sonnenschein.
Die Aller ist ein wunderschönes Revier für Wassersport. (Foto: Stefan Sauer)

Am kleinen Steg am Magnusgraben legen wir ab und treiben langsam Richtung Allermündung. Noch ist das ganz schön wackelig und ich wage nur kleine Paddelschläge. Doch nach ein paar Minuten habe ich mich an mein blaues Kajak mit dem Namen „Wo bin ich?“ gewöhnt und komme gut zurecht. Wir gleiten auf die Aller hinaus und biegen nach rechts Richtung Thaers Garten ab. Die Sonne scheint, das Wasser ist herrlich, kaum Wind, kaum Wellen. Ein Vogel flattert über uns hinweg und landet am Ufer. Es ist ruhig, nur das Plätschern der Paddel ist zu hören. Natur pur.


„Es dauert nur fünf Minuten, dann ist das Hirn aus.“

Für Stefan Sauer ist es genau das, was den Paddelsport ausmacht. „Es dauert nur fünf Minuten, dann ist das Hirn aus“, sagt er. „Beim Paddeln kann ich super abschalten und bekomme den Kopf frei.“ Seit 2019 sitzt der Celler im Paddelboot und hat damit den perfekten Ausgleich zu seinem Job im Außendienst gefunden. Paddeln sei für jeden etwas, versichert er. Für Jung und Alt, auch mit Knieschmerzen könne man ins Boot steigen.


Schwäne, Eisvögel und Biber begleiten die Paddler


Wir paddeln die Aller weiter stromaufwärts. Nach der Kurve an Thaers Garten geht’s weiter bis zur Lachtemündung. Dort gegenüber sitzt ein großer weißer Schwan am Ufer. Beobachtet der uns? An der Lachte wenden wir und paddeln zurück, jetzt mit der Strömung. Eine Nutria schwimmt an uns vorbei. „Ich habe hier auch schon den Biber gesehen“, erzählt Stefan. „Und richtig schön ist es, wenn auf der Lachte die Eisvögel vor einem fliegen.“ Das kenne ich vom Rudern leider nicht. Was in Fahrtrichtung passiert, kann ich dabei nicht sehen.



Für das Probepaddeln hat sich Stefan Kübler ein Kajak mit dem Namen „Wo bin ich?“ ausgesucht (links). Erster Vorsitzender Frank Meierhoff und Zweiter Vorsitzender Stefan Sauer (rechts, von links) leiten den Paddel-Klub Celle. (Fotos: Stefan Sauer, Stefan Kübler)


Die Ruhe und der Blick nach vorne gefallen mir. Ich habe beim Paddeln viel mehr Zeit, die Natur um mich herum zu beobachten. Jedoch haben wir nach einer Stunde auf dem Wasser nicht einmal drei Kilometer geschafft. Da bin ich vom Rudern andere Geschwindigkeiten gewöhnt. Aber ich verstehe, dass man hierbei schnell vom Alltag abschalten kann und weiß das zu schätzen.


Paddeln auf der Nordsee und SUP-Board-Ausflüge


Stefan Sauer und seinen Klub-Kameradinnen und Kameraden geht es vor allem um den Sport und die Natur, nicht so sehr um Wettkämpfe. Neben dem regelmäßigen Training auf der Aller stehen viele Ausflüge und Paddeltouren auf dem Programm. „Wer will, kann von hier aus bis nach Wolfsburg paddeln“, sagt Stefan. Für andere Touren reisen sie mit Transportern beispielsweise ans Steinhuder Meer oder sie paddeln mit speziellen Seekajaks über die Nordsee von Insel zu Insel. Auch Stand-up-Paddeln (SUP) bietet der Klub an.


Zurück am Steg muss Stefan mein Boot festhalten, damit ich beim Aussteigen nichts ins Wasser plumpse. Ein- und Aussteigen ist schwieriger als das Paddeln selbst, finde ich. Bis auf ein paar Wasserspritzer bin ich trocken geblieben und auch darüber sehr froh. „Das war wunderbar!“, lobt mich Stefan. Mein Fazit: Paddeln sollte man ruhig mal ausprobieren. Das Revier in Celle zwischen Pfennigbrücke und Osterloher Wehr ist auch dafür wunderschön.



Zwei Männer mit Paddel vor einem Lager mit SUP-Boards.
Im Paddel-Klub Celle wird auch Stand-up-Paddeln (SUP) angeboten. (Foto: Stefan Kübler)

Kostenloses Probepaddeln


Der Klub ist aktuell auf der Suche nach neuen Mitgliedern. Mitmachen geht ab zwölf Jahren und dann solange man Lust hat. Wer den Sport ausprobieren möchte, kann dies beispielsweise beim Celler Hafenfest tun oder sich zum kostenlosen Probepaddeln beim Paddel-Klub Celle anmelden.    

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