BMX, Skateboard und Rollstuhl: Bergen will einen Pumptrack für alle bauen
- Sheenara Wiebke
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BERGEN. In Sachen Freizeitgestaltung könnte es für junge Menschen bald bergauf gehen: In der Nähe der Jugendfreizeitstätte Bergwerk und der Hinrich-Wolff-Schule soll ein Pumptrack entstehen. Die Bürgerstiftung Bergen plant die Mountainbikestrecke bereits seit Mai 2024. Dank professioneller Unterstützung und asphaltierter Fahrbahn soll sie mit Skateboard, BMX, Scooter und sogar mit dem Rollstuhl befahrbar sein – ein inklusiver Treffpunkt und zugleich ein "Leuchtturmprojekt" für die Stadt, wie Birgit Pinkert von der Bürgerstiftung betont. Ein Crowdfunding soll nun die letzte Finanzierungslücke schließen.
"Das ist das größte Projekt, das wir je angegangen sind."
Bereits 2013 wurde der Wunsch nach einer Skateanlage an die Bergener Stadtverwaltung herangetragen. Warum es erst 13 Jahre später zur Umsetzung kommt? „Damals hat sich keiner dem angenommen“, vermutet Birgit Pinkert. Bewegung kam erst, als sich die Bürgerstiftung vor etwa zwei Jahren einschaltete.
„Ich war sofort begeistert von der Idee“, erinnert sich die 1. Vorsitzende. Zusammen mit einem auf Skateanlagen spezialisierten Bauunternehmen wurden die Pläne konkretisiert. Bei einem Beteiligungsworkshop konnten auch Bürgerinnen und Bürger ihre Vorstellungen einbringen. Herausgekommen ist eine Mountainbikestrecke, die dank Asphalt nicht nur langlebig und vandalismussicher ist, sondern zugleich die ideale Oberfläche für nahezu alles bietet, was Rollen hat.
Bergener Pumptrack soll Begegnungsort für alle werden
Die Bürgerstiftung möchte mit dem Pumptrack am Heisterkamp ein kostenloses Angebot für alle schaffen und zugleich die Möglichkeit bieten, sich draußen zu bewegen und miteinander in Kontakt zu kommen. An solchen Orten mangele es derzeit, sagt Birgit Pinkert. „Früher hatten wir mal ein Schwimmbad.“ Das ist seit rund einem Jahr wegen Sanierungsarbeiten geschlossen; zuletzt wurden die Kosten auf 4,12 Millionen Euro geschätzt. Der Pumptrack erscheint mit einem Gesamtvolumen von 300.000 Euro dagegen vergleichsweise günstig.
"Wir sind optimistisch, dass wir die Lücke auch noch füllen können."
Crowdfunding soll Finanzierungslücke schließen
250.000 Euro konnten bereits mit Fördermitteln und Sponsorings abgedeckt werden. Für die restlichen knapp 17 Prozent des Gesamtvolumens hat die Bürgerstiftung nun eine Crowdfunding-Aktion gestartet. Die Idee: Wenn nur 5000 Menschen aus der Region jeweils zehn Euro spenden, wäre das Spendenziel schnell erreicht. "Wir sind optimistisch, dass wir die Lücke auch noch füllen können", sagt Birgit Pinkert.
Geht alles gut, beginnt der Bau noch in diesem Jahr. Die Bürgerstiftung schaut mit Vorfreude und Stolz in die Zukunft: "Das ist das größte Projekt, das wir je angegangen sind."














