Am Equal Pay Day bekommen Frauen das größere Stück vom Kuchen


dK-Landesfrauenvertreterin Gunda Menkens © Peter Himsel
VdK-Landesfrauenvertreterin Gunda Menkens © Peter Himsel

OLDENBURG. "Beim Lohn herrscht keine Gerechtigkeit: Trotz gleicher Qualifikation verdienen Frauen noch immer durchschnittlich 18 Prozent weniger als Männer", sagt der Sozialverband VdK Niedersachsen-Bremen und ruft zum Equal Pay Day am 7. März zur Beseitigung der Lohndiskriminierung auf. „Diese finanzielle Ungerechtigkeit zwischen den Geschlechtern muss endlich ein Ende haben“, erklärt VdK-Landesfrauenvertreterin Gunda Menkens.


Dass trotz gleicher Qualifikation der Verdienst von Frauen sehr viel geringer ausfällt als bei Männern, sei nicht nur im Berufsleben ein akutes Thema, sondern habe auch für das Alter verheerende Folgen: Laut einem Bericht des niedersächsischen Sozialministeriums sind rund 18 Prozent der Frauen ab 65 Jahren armutsgefährdet – bei den Männern sind es mit 12,4 Prozent deutlich weniger. „Wir verlangen deshalb ein Gesetz gegen die Lohndiskriminierung und einen armutsfesten Mindestlohn von aktuell 13 Euro“, so Menkens. Außerdem seien eine gerechte Aufteilung der Care-Arbeit wie Kinderbetreuung und Haushalt zwischen Mann und Frau, tarifgebundene Arbeitsverträge und die soziale Absicherung aller Beschäftigungsverhältnisse notwendig.

Rund um den Aktionstag am 7. März macht der VdK in mehreren Städten mit Infoständen auf die Lohnungerechtigkeit aufmerksam. Symbolisch verteilen die VdK Frauen verschieden große Kuchenstücke: „Um die Diskriminierung deutlich zu machen, drehen wir den Spieß um: Bei uns bekommen die Frauen das größere Stück vom Kuchen, weil sie im Beruf finanziell zurückstecken müssen – und obendrauf eine Sahnehaube für die unbezahlte Sorgearbeit, die sie täglich leisten“, verdeutlicht Gunda Menkens.

Weitere Informationen zu den Forderungen des VdK anlässlich des Equal Pay Day sind im Internet zu lesen unter www.vdk.de/permalink/83986.

Foto: VdK-Landesfrauenvertreterin Gunda Menkens © Peter Himse


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