Anzeigen

IKK classic
Banner-FM300x160.png
CH-Banner-Werbung

Altlastenbeseitigung vis à vis Wietzer Raffineriegelände


Fotos: Michael Schäfer

WIETZE. Auch wenn nichts mehr zu sehen ist, kein Gebäude mehr erinnert an Industrietätigkeit, allein der Straßenname reicht als eindeutiger Hinweis auf vergangene Erdölarbeiten an dieser Stelle in Wietze – Raffineriestraße. „Bis 1912 wurde hier Erdöl aufbereitet, im Ersten Weltkrieg gab es eine Wiederbelebung der Raffinerie“, berichtet Derek Mösche, Pressesprecher der damaligen Betreiberfirma Dea, heute Wintershall Dea. Der einstige rund 15.000 Quadratmeter große Standort ist vor zwölf Jahren komplett geräumt, der Boden ausgetauscht worden. „Das war normale Ölverunreinigung“, erklärt der Firmenvertreter.


Das Gelände gilt als rekultiviert, sei laut Mösche noch nicht „final“ verkauft an die Gemeinde Wietze, und dennoch ist der Pressesprecher gemeinsam mit Projektleiter Paul Eckart wieder vor Ort. Ein großes Zelt wird derzeit aufgebaut direkt gegenüber der früheren Raffinerie auf einem kleinen Areal von rund 200 Quadratmetern. Im Zuge einer historischen Erkundung seien Altlasten gefunden worden. Der Projektleiter spricht von einer teerartigen Substanz, die Kohlenwasserstoffe enthalte. Das Institut für Geologie und Umwelt Sehnde habe ein unabhängiges Gutachten erstellt. Auf die Frage, ob es sich um einen toxischen Stoff handele, gibt es beim Ortstermin keine klare Antwort. „Er gehört hier nicht hin“, daher werde abgetragen bis zu einer Tiefe von 3 bis 3,5 Meter und einer „thermischen Verwertung in Richtung Altenburg zugeführt“.


Das Zelt soll auch vor Emissionen schützen, die durch den Baggeraushub laut Mösche „in geringem Maße“ entstehen könnten. Eine externe Firma wurde für die Arbeiten auf dem Gelände, das nicht zum Verkauf steht, engagiert. Durchschnittlich würden 4-5 Männer auf der Baustelle sein, lediglich eine Person, der Baggerfahrer, wird in Schutzausrüstung unter dem Zelt tätig sein, alles andere wird extern gesteuert und überwacht.


Im Detail will Derek Mösche sich zu den Kosten nicht äußern, aber „von einem 6-stelligen Betrag im höheren Bereich“ könne man ausgehen. Bis Weihnachten soll alles erledigt sein.



349 Ansichten

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen

CELLE. Am Samstag, dem 10. Dezember von 11.00 bis 13.00 Uhr feiert die museumspädagogische Werkstatt im Bomann-Museum in der Reihe KUKI ein kleines Weihnachtsfest. Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren

CELLE. Am Samstag, dem 17. Dezember öffnet zum letzten Mal in diesem Jahr von 16.00 Uhr bis 20.00 Uhr der Proberaum im Bomann-Museum Celle. Dort haben Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren die Möglich

Kommentare

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

Ob kleine Geschichten aus der Region oder exklusive TV-Interviews mit nationaler Prominenz, ob Live-Streams oder Pläne im Original - mit diesem Konzept bundesweit Vorreiter, auch auf allen wichtigen sozialen Kanälen mit der höchsten Reichweite der Region und "echten Followern“ statt gekaufter.

 

Wir beleuchten alle Seiten und decken auf, was andere nicht veröffentlicht haben möchten, anstelle dem Trend zur "Hofberichterstattung“ zu folgen. Das alles kostenlos, dank engagierter Medienpartner, unzensiert seit 2010.

 

Wollen auch Sie unabhängigen Journalismus unterstützen? Ihre Patenschaft, ob einmalig, monatlich oder jährlich, sichert unsere Neutralität und Ihre Information.