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Alpha E und die politischen Reaktionen




In der letzten Woche habe ich die vielfältigen Berichte der Celler Presse zum Thema Alpha E gelesen. Sie erfüllten mich mit Dank und Anerkennung. Als ich vor ca. 22 Jahren die Alternative zur Y-Trasse, die man heute Alpha E nennt, vorstellte, hatte ich mit so einer Resonanz in der niedersächsischen Bundes- und Landespolitik, den betroffenen Kommunen und den vielen Bürgerinitiativen nicht gerechnet. Damals wie heute war und sind bei diesem Projekt folgende Grundgedanken sehr wichtig:

  • Die Menschen in der Region müssen auch weiterhin von ihren Bahnhöfen den Schienenpersonenfernverkehr nutzen können

  • Die Güterverkehrsströme von und nach Hamburg müssen besser verteilt werden

  • Der Umweltgedanke darf nicht zu kurz kommen (z.B. Lärmschutz und keine unnötigen Eingriffe in die Natur) Alle diese Merkmale erfüllt das Alpha E. Als die DB Netz AG aus Hannover vor einigen Wochen ihr Konzept für Celle vorstellte, habe ich nur noch mit Entsetzen diese Aussagen zur Kenntnis genommen. Als ich am Ende der Ausführungen den Planer fragte, ob er eigentlich den Bahnhof Celle kennt und er dies verneinte, war mir klar, welche Qualität diese Ausführungen hatten. Ich kann der Celler Politik nur empfehlen, diese Vorstellungen von der Bahn kategorisch abzulehnen. Um den Bau einer Neubaustrecke für die Bundespolitik auch attraktiv zu machen, werden Baumaßnahmen im Bahnhof sehr teuer vorgestellt und damit fällt natürlich das Nutzen-Kosten-Verhältnis weit unter eins. Dies hat man genauso in Lüneburg und Uelzen der dortigen Kommunalpolitik vorgestellt. Wenn man will, könnte man in den drei Bahnhöfen gemeinsam Lösungen finden, die bei der entsprechenden Kommune und den ansässigen Bürgern eine breite Zustimmung findet; aber.... Es gibt gute Vorschläge für den Bahnhof Celle, die ich hier aber noch nicht nennen möchte. Unser Oberbürgermeister hat mit Recht bei der Vorstellung der Bahn die kurzen Prüfungszeiten durch die betroffenen Kommunen bemängelt. Auch dies wurde überall von der Bahn praktiziert. Man will anscheinend ein schnelles Ja. Der Oberbürgermeister und unser Landrat haben gemeinsam eine Veranstaltung der Bahn aus Protest vorzeitig verlassen. Als Gründe nannte man die nicht offenen und umfassenden Erläuterungen der Bahn zum Projekt Alpha E. Auch in Harburg, Uelzen und im Heidekreis haben dort die kommunalen Spitzenvertreter ähnlich reagiert. Es kommt das Gefühl auf, dass die Bahn einige wichtige Dinge nicht öffentlich machen will. Danke für die konsequente Haltung unseres Oberbürgermeisters und unseres Landrates. Zu den angeblichen „neuen Argumenten für eine Neubaustrecke“ sind aus meiner Sicht Scheinargumente bei denen doch einige Dinge verschwiegen werden. Wenn man sich z.B. darüber freut, dass eine Neubaustrecke 30 km kürzer ist, muss man fragen, von welcher Variante spricht man eigentlich und wenn man damit die Umfahrungen der Orte Lüneburg, Uelzen und Celle meint, dann frage ich mich, ob die DB AG noch ein Dienstleister für unsere Bürger darstellt. Nicht nur deswegen, sondern zum gesamten Projekt Alpha E werde ich im Januar in einer öffentlichen Veranstaltung in Klein Hehlen Stellung beziehen. Ort und Zeitpunkt werden Anfang Januar bekannt gegeben. Persönlich möchte ich mich abschließend bei der parteiübergreifenden Celler Kommunalpolitik für ihre sehr gute Unterstützung bedanken. Wir werden weiterhin für den Bestandsausbau kämpfen, denn die Bahn ist für unsere Bürger da und nicht umgedreht. Volker Thürk, Celle


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