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Veranstaltungen der Gedenkstätte Bergen-Belsen im November



Foto: Peter Müller (Archiv)


BERGEN. Im November bietet die Gedenkstätte Bergen-Belsen folgende Veranstaltungen an:

Lesung : Durch innere Kontinente

Samstag, 4. November, 15 - 17 Uhr

Lesung aus dem neuen Buch mit Texten der jiddischsprachigen Autorin Chava Rosenfarb, herausgegeben und übersetzt von Sandra Israel-Niang Chava Rosenfarb wurde 1923 im polnischen Łódź geboren, sie überlebte das Ghetto, die Konzentrationslager Auschwitz, Sasel und Bergen-Belsen. Die Befreiung beschrieb sie in ihrem Tagebuch, das mit dieser Lesung an den Ort seiner Entstehung zurückgebracht werden soll.

Nach dem Krieg gelangte Rosenfarb nach Brüssel, verfasste ihren ersten Gedichtband und wanderte 1950 durch die Hilfe ihres Verlegers nach Kanada aus. Rosenfarb schrieb einen der ersten fiktionalen Texte über den Holocaust aus einer Überlebendenperspektive, die Trilogie über den Untergang der jüdischen Gemeinschaft von Łódź: "Der boym fun lebn" ("The Tree of Life"). Große Anerkennung erhielt sie ebenfalls für "Survivors", einem Band mit englischen Übersetzungen ihrer Kurzgeschichten, die die Exilerfahrungen zum Thema haben. Für ihr Werk wurde sie mit einer Vielzahl von Preisen ausgezeichnet.2011 ist Chava Rosenfarb in Kanada verstorben.

Eine Auswahl ihrer Gedichte, Essays, Kurzgeschichten, Romanauszüge und ihres Tagebuchs aus Bergen-Belsen findet sich in "Durch innere Kontinente" um ihre bedeutende Stimme für eine deutschsprachige Leserschaft zugänglich zu machen.

Über die Herausgeberin: Sandra Israel-Niang, geboren 1977 in Bad Oeynhausen, ist Herausgeberin und Übersetzerin jiddischer Literatur, Illustratorin und in der Bildungs- und Kulturarbeit tätig. Sie lernte Jiddisch autodidaktisch, am YIVO-Institut New York und an der Universität Lund in Schweden. Sie ist Mitglied der Salomo-Birnbaum-Gesellschaft Hamburg. Zuletzt veröffentlicht wurden neben "Durch innere Kontinente" eine Gedichtanthologie, Moyshe Kulbaks „Der Wind, der in Wut geriet“ und Übersetzungen für das bilingual-picture-project des Kinderliteraturhauses Lübeck.

Die Lesung findet im Filmraum des Seminar- und Verwaltungsgebäudes der Gedenkstätte statt. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Fortbildung: "Und was nun?“ – Rechte Vorfälle an Schulen: Erfahrungen, Handlungsmöglichkeiten, kollegialer Austausch

Mittwoch, 8. November, 14 - 17 Uhr

Digitale Fortbildung für schulische Multiplikator_innen mit der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus für Demokratie Niedersachsen (WABE e.V.) und der Gedenkstätte Bergen-Belsen

Menschenfeindliche Sprüche, rechtsextreme Bilder und Zeichen, NS-verherrlichende Aussagen: Dies sind nur einige Beispiele für rechte Vorfälle an Schulen. Egal in welcher Form sie auftreten – ein Umgang mit ihnen ist nicht immer leicht und führt nicht selten zur Verunsicherung in der Schulgemeinschaft. Daher wollen wir uns zusammen mit Ihnen, Mitarbeiter_innen der Gedenkstätte Bergen-Belsen und der Mobilen Beratung Niedersachsen anschauen, was aktuell an Schulen im Kontext Rechtsextremismus und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit passiert und welche Umgangsstrategien es mit menschenfeindlichen Vorfällen und rechten Angriffen geben kann.

Nach einem Input durch die Kolleg_innen der Mobilen Beratung tauschen wir uns zu folgenden Fragestellungen aus: Welche Erfahrungswerte gibt es in der Runde? Wie können Pädagog_innen und andere Mitarbeitende an Schulen sensibilisiert und gestärkt werden? Was gibt es für Angebote und Programme und welche Rolle können Gedenkstätten und Erinnerungsarbeit dabei spielen? Anhand von Fallbeispielen erproben wir Handlungsstrategien und zeigen gemeinsam, welche konkreten Schritte helfen können, sich als Lehrer_in oder Schule zu positionieren.

Die Veranstaltung ist kostenfrei. Voraussetzung für die Teilnahme: Laptop oder Tablet mit Kamera und Mikrofon, genutzt wird das Konferenzprogramm Zoom. Den Link zur Teilnahme erhalten Teilnehmende kurz vor der Veranstaltung von uns.

Einlassvorbehalt: Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht (auch im digitalen Raum) Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen, völkischen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen, völkischen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen. Jegliche Film-, Ton- und/oder Videoaufnahmen sind nicht erlaubt.

Eine verbindliche Anmeldung senden Interessierte bitte bis Montag, den 6. November, per Mail an bildung.bergen-belsen@stiftung-ng.de mit Angabe des Datums der Veranstaltung, des Namens, der Anschrift und Telefonnummer sowie der Institution, für die sie tätig sind.

Thematischer Rundgang: Täter, Verfolgte, Befreier. Der Kampf um die Erinnerung an das KZ Bergen-Belsen

Sonntag, 12. November, 14.30 - 16 Uhr

In keinem anderen der nationalsozialistischen KZ-Hauptlager wurden die Lagerakten einschließlich der Häftlingspersonalkartei und der Transportlisten noch kurz vor der Befreiung in solchem Ausmaß durch die SS vernichtet wie im Konzentrationslager Bergen-Belsen. Damit sollten die Beweise für ihre Taten aus der Welt geschafft und die Erinnerung an die Massenverbrechen und ihre Opfer erschwert, wenn nicht unmöglich gemacht werden.

Was bedeutet dies für die Arbeit der Gedenkstätte Bergen-Belsen, für die historische Forschung und die Darstellbarkeit der Lagergeschichte in einer Dauerausstellung? Welche anderen Bild- und Textquellen, Filme und Artefakte ermöglichen es dennoch, die Geschichte des KZ Bergen-Belsen zu rekonstruieren und auch visuell darzustellen? Welche Bedeutung kommt dabei den Fotos und Filmaufnahmen der britischen Befreier zu, insbesondere aber auch den unter großen Gefahren von Häftlingen in der Lagerzeit heimlich angefertigten Bilder und Texten? Was wissen wir heute über deren oft abenteuerliche Überlieferungsgeschichte?

Diesen Fragen geht der ehemalige stellvertretende Leiter der Gedenkstätte Bergen-Belsen, Dr. Thomas Rahe, in einer thematischen Führung zu den in der Dauerausstellung gezeigten Originalobjekten und Dokumenten sowie Zeichnungen, Fotos und Filmaufnahmen nach.

Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Treffpunkt ist am Informationstresen im Dokumentationszentrum der Gedenkstätte.

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