Sonnenstrom für tausende Haushalte: Riesiger Solarpark in Ahnsbeck eröffnet

AHNSBECK. Es ist ein Vorzeigeprojekt, das im Landkreis Celle seinesgleichen sucht: In Ahnsbeck ist am Montag ein riesiger Solarpark eingeweiht und feierlich eröffnet worden. Auf einer 40 Hektar großen Fläche südlich von Lachendorf stehen jetzt rund 67.700 Solarmodule, die bei voller Auslastung künftig bis zu 17.000 Haushalte mit Strom versorgen sollen. Die Anlage im Gebiet der Gemeinde Ahnsbeck ist erst der Anfang. In den kommenden Jahren will die Planungsfirma zahlreiche weitere Parks im Landkreis realisieren.
„Wir sind stolz darauf (…) einen der größten Solarparks im Landkreis zu haben.“
„Wir freuen uns, Teil der Energiewende zu sein“, sagte Ahnsbecks Bürgermeister Ulrich Kaiser bei der Eröffnungsveranstaltung vor Ort. Er hob hervor, dass die Errichtung des Solarparks nach der ersten Vorstellung der Pläne vor vier Jahren relativ schnell vorangeschritten sei. „Wir sind stolz darauf, die kommunalen Entscheidungsphasen verkürzt zu haben und jetzt einen der größten Solarparks im Landkreis zu haben“, so Ulrich Kaiser weiter. Die Ausmaße bezeichnete er als „gigantisch“.
Der Solarpark wurde von Ahnsbecks Bürgermeister Ulrich Kaiser (linkes Foto, Zweiter von links) sowie Vertretern der beteiligten Unternehmen eröffnet. Insgesamt sind fast 68.000 Solarmodule (rechtes Foto) installiert worden. (Fotos: Stefan Kübler)
Ein Jahr zwischen Spatenstich und Einweihung
Das Tempo, mit dem die Anlage in den vergangenen Monaten errichtet wurde, ist durchaus beachtlich. Der offizielle Spatenstich erfolgte im September 2025. Nach vorbereitenden Arbeiten wurde im Mai 2026 mit der Installation der Solarmodule begonnen. Parallel dazu wurde in Lachendorf ein neues Umspannwerk inklusive Ba
tteriespeicher gebaut. Zuletzt wurden sieben Trafostationen und 138 Wechselrichter installiert und in Betrieb genommen. Bereits vor der Eröffnung lief die Anlage zu 30 Prozent und soll demnächst auf 80 Prozent hochgefahren werden.
Gemeinde Ahnsbeck wird finanziell beteiligt
Kritik an der riesigen Anlage lässt Ulrich Kaiser nicht gelten. Umweltschützer hätten ihm bestätigt, dass die jetzige Nutzung ökologischer sei als die vorherige intensive Landwirtschaft mit einem sehr hohen Wasserverbrauch. „Es ist positiv, wenn wir solche Flächen aus der Bewässerung herausnehmen.“ Hinter dem Projekt in Ahnsbeck steckt die Planungsfirma MMR Energie aus Hessen. Betreiber der Anlage ist das Unternehmen Aukera. Die Gemeinde Ahnsbeck wird an den Erträgen des Solarparks finanziell beteiligt.
Frank Bier von Bier-Bauconsulting (gelbe Hose) erläuterte den Anwesenden bei einem Rundgang die Trafos (links) und die Wechselrichter (rechts). (Fotos: Stefan Kübler)
Solarpark kostet 30 Millionen Euro, weitere Anlagen sollen folgen
Inklusive des Umspannwerks hat die Anlage laut MMR-Projektleiter Michael Papenfuß rund 30 Millionen Euro gekostet. In den kommenden Jahren sollen im Landkreis Celle weitere Solarparks dieser Art umgesetzt werden, unter anderem in Lachendorf, Eldingen, Langlingen, Winsen und Wietze. Das Gesamtvolumen aller Projekte beträgt 250 bis 300 Millionen Euro.














