Polizei "entsetzt" während Sicherheitsschulung für Kinder


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CELLE. Kürzlich hatte der Verkehrssicherheitsberater der Polizei, Karsten Wiechmann, die Kinder des katholischen Kindergartens auf den zukünftigen Fußweg zur Grundschule vorbereitet. Dabei erlebte er erschreckende Szenen seitens der Verkehrsteilnehmer, woraufhin die Polizei aktiv wurde. "Auf dem Weg zur gewollten Selbständigkeit gehört es dazu, sich als Fußgänger richtig zu verhalten. Dabei gibt es immer zwei besonders wichtige Botschaften. Zum einen müssen die Kinder lernen sich beim Überqueren von Fahrbahnen ständig umzuschauen und auch Blickkontakt mit Fahrzeugführenden aufzunehmen. Zweite wichtige Botschaft sei, dass die Erwachsenen oftmals kein gutes Beispiel darstellen, sich die Kinder also nicht auf das vorbildhafte Verhalten verlassen können", so Wiechmann. Zum Beleg diente der Fußgängerüberweg an der Wehlstraße im Bereich des Eingangs zum Französischen Garten in Celle. Erzieherinnen, Kinder und Wiechmann mussten mit Entsetzen feststellen, dass viele Fahrzeugführende nicht anhielten, als Kinder die Fahrbahn überqueren wollten. "Dass es hier nicht zu Gefährdungen oder gar Unfällen gekommen ist, hat einzig und allein an der Disziplin der Kinder gelegen," so Wiechmann. Sein Appell lautet: "Hier wünsche ich mir, dass wir 'Großen' an allen Stellen aufmerksamer gegenüber den schwächsten Verkehrsteilnehmenden sind. Machen Sie bitte mit, damit unsere Zukunft nicht unter unseren Rädern zermalmt wird."

Die Einsatzkräfte der Verfügungseinheit sind daraufhin aktiv geworden und haben insbesondere zu den Schulwegzeiten die Fußgängerüberwege im Stadtgebiet kontrolliert.


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