Neuer Ärger auf der Schiene: S-Bahn Celle-Hannover ab 22. Juni eingeschränkt
- Stefan Kübler
- vor 3 Tagen
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CELLE. Bahnreisende sowie Pendlerinnen und Pendler in und um Celle haben es momentan nicht leicht. Aufgrund der sogenannten Qualitätsoffensive der Deutschen Bahn ist die Strecke zwischen Hannover und Hamburg für Fernzüge derzeit komplett gesperrt. Regionalzüge fahren zwischen Hannover und Lüneburg ebenfalls nicht, auch nicht der metronom. Die meisten Fahrgäste sind nun mit Ersatzbussen unterwegs. Nur die S-Bahn zwischen Celle und Hannover ist als regelmäßiges Verkehrsmittel erhalten geblieben. Doch auch dort soll es ab dem 22. Juni zu Einschränkungen kommen.
Bauarbeiten in Ehlershausen beeinträchtigen S-Bahn-Verkehr
Vom 22. Juni bis einschließlich 5. Juli werden die Bauarbeiten am Bahnhof Ehlershausen fortgesetzt. Zwischen Celle und Ehlershausen stehe dann nur ein Gleis zu Verfügung, wie Betreiber Transdev mitteilte. Aus diesem Grund komme es während dieser Zeit zu Einschränkungen auf den S-Bahn-Linien S6, S7 und S61. Bahnreisende zwischen Celle und Hannover sollten vom 22. Juni bis 5. Juli folgende Anpassungen beachten:
Die Linie S6 hält in beiden Richtungen nicht in Ehlershausen und Otze.
Die Linie S7 fährt bis 22 Uhr nur zwischen Lehrte und Hannover. Ab 22 Uhr sowie im Nachtsternverkehr soll die S7 wieder wie gewohnt zwischen Celle und Hannover verkehren.
Die Linie S61, die extra für die Zeit der Qualitätsoffensive eingerichtet worden war, entfällt vom 22. Juni bis 5. Juli komplett.
Die Linie S77 wird temporär als Ersatz zwischen Celle und Lehrte eingesetzt. Sie soll an allen Unterwegsbahnhöfen halten, auch Ehlershausen und Otze. Außerdem sollen die Anschlüsse an den Regionalexpress sowie die Linie S3 in Lehrte gewährleistet werden.
Wie komme ich von Celle nach Hannover?
Wer mit der S-Bahn von Celle bis nach Hannover fahren möchte, kann also weiterhin wie gewohnt die S6 nutzen. Alternativ steht die temporäre Linie S77 bis Lehrte zur Verfügung. Nach Hannover ist dann tagsüber ein Umstieg in die S7 erforderlich.
Kritik an Zeitpunkt und Kommunikation
Kritik an den Einschränkungen kommt von der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG). Nicht nur der Zeitpunkt der Bauarbeiten in Ehlershausen sei ungünstig gewählt, auch die Informationen an die Betreiber sei zu kurzfristig weitergeben worden, heißt es. „Diese Baustelle verschlechtert den Ersatzverkehr zwischen Celle und Hannover deutlich. Das ist sehr ärgerlich“, sagt LNVG-Geschäftsführerin Carmen Schwabl in einer Mitteilung. „Wir bedauern, dass die DB InfraGO das den Fahrgästen nun auch noch zumutet.“
„Solche Pannen wie in Ehlershausen dürfen sich nicht wiederholen.“
Die LNVG zeigt sich verärgert darüber, dass die DB InfraGO den Verkehr auf einer Strecke einschränkt, die eigentlich als Umleitung während der Qualitätsoffensive gedacht ist. „Es mag sein, dass sich die Baumaßnahme in Ehlershausen nun nicht mehr verschieben lässt“ so Carmen Schwabl. „Aber das zeigt deutlich, wie schlecht der Zustand des Bahnnetzes inzwischen insgesamt ist.“ Und weiter: „Solche Pannen wie in Ehlershausen dürfen sich nicht wiederholen. DB InfraGO muss vorausschauender planen.“














