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Weiter Kritik an Bahntrasse: Gedenkstätte pocht auf Schutz von „Rampe Bergen“

Gedenkort Rampe Bergen mit Mahnmal und Zufahrtsweg.
Die Gedenkstätte Bergen-Belsen möchte verhindern, dass der Gedenkort „Rampe Bergen“ durch eine neue Bahntrasse zerschnitten wird. (Foto: Stefan Kübler)

BERGEN. In die Diskussion über den Verlauf der angedachten neuen Bahntrasse zwischen Hannover und Hamburg schaltet sich nun auch die Gedenkstätte Bergen-Belsen ein. Die Planung der Strecke steht zwar noch ganz am Anfang und noch ist nicht abschließend geklärt, wo genau die Schienen verlegt werden sollen. Doch die Gedenkstätte macht sich bereits jetzt für den Gesamterhalt der „Rampe Bergen“ stark und fordert eine Streckenführung in ausreichendem Abstand, um die Bedeutung des Erinnerungsortes zu erhalten.


„Historische Bedeutung des Ortes“ berücksichtigen


„Es kann nicht sein, dass pragmatische Gründe über die historische und internationale Bedeutung der Verladerampe von Bergen-Belsen gestellt werden“, so Dr. Elke Gryglewski, Leiterin der Gedenkstätte, in einer Mitteilung. „Wir vertrauen darauf, dass der Verkehrsausschuss des Bundestags sich der historischen Bedeutung des Ortes bewusst ist und diese bei seiner Entscheidung berücksichtigen wird.“ Andernfalls sehe sie eine internationale Aufmerksamkeit durch Überlebendenorganisationen, die die Entwicklung schon jetzt beobachteten.


Derzeitige Planung zerschneidet Gedenkstätte


Grund für die Diskussion ist der geplante Verlauf der neuen Bahnstrecke im Bereich zwischen Belsen und Bergen. Die Trasse sollte ursprünglich unmittelbar im Zufahrtsbereich zur Gedenkstätte über die Belsener Straße (L 298) und die dortige Bahnschiene führen. Das würde allerdings den historisch wertvollen Gedenkort zerschneiden, mit dem Mahnmal von Almut und Hans Jürgen Breuste auf der einen sowie der Verladerampe und dem Gedenkwaggon auf der anderen Seite. Als Alternative hat die Deutsche Bahn bereits eine Streckenführung erarbeitet, die circa 300 Meter weiter südlich an der Rampe vorbeiführt.


Landkarte mit Ortsbezeichnungen und Linien.
Die durchgehende Linie in Pink markiert die bevorzugte Streckenführung der Bahn. Die Alternative ist gestrichelt dargestellt. (Bild: Deutsche Bahn)

Freilegung menschlicher Überreste befürchtet


Die Gedenkstätte Bergen-Belsen weist darauf hin, dass die Verladerampe heute der einzige Bereich sei, der räumlich noch das Aussehen der historischen Situation habe. Wehrmacht und SS hätten dort zehntausende Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge deportiert. Mehr als 70.000 von ihnen seien in Bergen-Belsen gestorben. Als Ankunftspunkt für den Sterbeort ihrer Verwandten spiele der Ort in der Erinnerung zahlreicher Angehöriger eine wichtige Rolle. Gefordert wird deswegen eine Streckenführung in ausreichendem Abstand, um den räumlichen Gesamtzusammenhang des Bereichs nicht zu gefährden, historische Bausubstanz zu erhalten und ein würdevolles Gedenken zu ermöglichen. Auch wird befürchtet, dass bei Erdarbeiten in unmittelbarer Nähe des Gedenkortes menschliche Gebeine freigelegt werden könnten.


Alternative Streckenführung bevorzugt


Die alternative Streckenplanung der Deutschen Bahn ist der Gedenkstätte bekannt. „Wichtig ist allerdings, dass sie auch so beschlossen wird.“ betont Dr. Elke Gryglewski. „Nur dann kann der historische Ort weiterhin als Gedenk- und Lernort wirksam sein.“ Die Hoffnungen liegen nun auf dem Verkehrsausschuss des Bundestages in Berlin, der über die Streckenführung entscheiden muss.

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