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Lebensmüde: Mädchen klettern auf Bahnwaggon - Lokführer schaltet Strom ab


Foto: Bundespolizei


OSNABRÜCK. Zwei Teenager haben sich gestern Abend leichtsinnig in Lebensgefahr gebracht. Die beiden Mädchen im Alter von 16 Jahren kletterten auf einen abgestellten Bahnwaggon. Ein Lokführer rettete den Mädchen das Leben. Er ließ den Strom der Oberleitung umgehend abstellen und den Streckenabschnitt für den Zugverkehr sperren. Ebenfalls gestern kletterte ein 13-Jähriger in Langenhagen auf einen Bauwaggon - er schwebt in Lebensgefahr (CELLEHEUTE berichtete).

Der Vorfall ereignete sich am Sonntagabend gegen 19:10 Uhr auf dem Bahngelände im Ortsteil Kalkhügel. Ein aufmerksamer Triebfahrzeugführer eines Güterzuges hatte gesehen wie die beiden Mädchen auf einen abgestellten Waggon kletterten und die Gefahr sofort gemeldet. Dadurch konnte der Strom der Oberleitung umgehend abgestellt und der Streckenabschnitt für den Zugverkehr gesperrt werden.


Auch nach dem Abschalten der Oberleitung geht noch eine erhebliche Gefahr von dem Reststrom auf den Leitungen aus. Bereits ein kurzes Missgeschick oder ein nach oben ausgestreckter Arm hätte ein Unglück bewirken können. Bei Eintreffen der ersten Streifenbesatzungen hatten die beiden Mädchen den Gefahrenbereich schon wieder verlassen. Eine Streife der Polizei Osnabrück konnte die beiden 16-Jährigen in der Nähe feststellen und an die Bundespolizei übergeben.


Ihnen war nicht bewusst, in welche Gefahr sie sich begeben hatten. Die Beamten verständigten die Erziehungsberechtigten und belehrten die beiden Mädchen über die Gefahren an Bahnanlagen, insbesondere denen von Bahnstrom. Immer wieder bringen sich Kinder, Jugendliche und Heranwachsende in erhebliche Gefahr.


Die Bundespolizei nimmt den Vorfall daher zum Anlass, um erneut vor den Gefahren von Bahnstrom zu warnen und appelliert eindringlich an alle Erziehungsberechtigten: "Sprechen sie mit ihren Kindern über die Gefahren an Bahnanlagen. Die Gefahren, die von Stromleitungen ausgehen, werden oftmals völlig unterschätzt. Bereits die Nähe zu Hochspannungs-Oberleitungen, z.B. durch Klettern auf Bahnwaggons, reicht aus für einen Stromüberschlag. Die Stromleitung muss hierfür nicht berührt werden", so die Beamten.


Die Bahn-Oberleitungen haben eine Spannung von 15.000 Volt, das sind 65 Mal mehr als in der Steckdose zu Hause. Auch ohne direkten Kontakt kann es zu lebensgefährlichen Spannungsüberschlägen kommen.


Wer den Mindestabstand von 1,50 Meter zur Stromleitung unterschreitet, spielt mit seinem Leben!

Die Bundespolizei bietet seit 2015 das Medienpaket "Achtung Bahnstrom!" im Internet an. Neben dem Hauptfilm enthält das Medienpaket ausführliche Interviews der Beteiligten sowie Begleitfilme und verschiedene Präsentationen für Informations- und Schulungszwecke.



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