Lebensgefährlicher Leichtsinn bei 160 km/h: Jugendliche klammern sich an Lokomotive


Archivfoto: Susanne Zaulick

SÜDHEIDE. Zwei Jugendliche (15, 16) sind außen auf dem Trittbrett und Puffer einer schiebenden Lokomotive von Eschede nach Unterlüß mitgefahren. Dabei hatten sie Glück, bei 160 km/h nicht abzurutschen und ins Gleisbett zu stürzen.

Die beiden Kinder aus Höxter waren am Sonnabendvormittag in Hannover in einen Metronom Richtung Uelzen eingestiegen. Sie sollen vom Zugbegleiter wegen ungültiger Fahrscheine, fehlender Mund-Nasen-Bedeckungen und Belästigungen von Reisenden in Eschede von der Weiterfahrt ausgeschlossen worden sein. Nach ersten Ermittlungen des Bundespolizeireviers Uelzen kletterten sie dann unbemerkt am Ende des Zuges auf das Trittbrett und einen Puffer der schiebenden Lokomotive. So fuhren sie sieben Minuten bis Unterlüß mit. Ein Augenzeuge erkannte die lebensgefährliche Situation bei Durchfahrt des Metronoms und setzte einen Notruf ab. In Unterlüß sind die Jugendlichen in den letzten Waggon eingestiegen. Sie verließen den Zug beim nächsten Halt in Suderburg und entfernten sich unerkannt. Im Bahnhof Uelzen konnten sie jedoch bei der Überprüfung eines folgenden Zuges von Bundespolizisten ermittelt werden. Immerhin verfügten sie nun über gültige Fahrausweise. Auf der Wache wurden ihre Personalien festgestellt. Mit Ordnungswidrigkeitenanzeigen wurden die Jugendlichen entlassen.


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