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Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehr Hambühren


Foto: Frederik Kessel

HAMBÜHREN. Zur Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehr Hambühren hatte Ortsbrandmeister Alexander Weber Ende Januar ins Feuerwehrhaus am Wildpfad geladen. Neben zahlreichen Kameradinnen und Kameraden der Einsatz- und Altersabteilung durfte Weber auch Bürgermeister Carsten Kranz und die stellvertretende Ordnungsamtsleiterin Beate Schulz als Gäste begrüßen.


Letztere sprach den Einsatzkräften in ihren Grußworten den Dank der Verwaltung für die geleistete Arbeit und das ehrenamtliche Engagement aus, insbesondere mit Blick auf das überstandene Hochwasser rund um den Jahreswechsel, das zahlreiche Schäden hinterlassen habe. Sie hoffe hier auf finanzielle Hilfen durch den Landkreis und gab einen Ausblick auf anstehende Beschaffungen.

Auch Carsten Kranz würdigte den Einsatz der Feuerwehrleute und überbrachte den Dank des Rates. „In einem Jahr der Gegensätze, in dem es zunächst zahlreiche Waldbrände und nun das Hochwasser zu bewältigen gab, habt ihr Außergewöhnliches geleistet. Alle sind stolz auf euch!“, so der Bürgermeister. Beim Thema Hochwasserschutz bestehe dringender Handlungsbedarf. Die Gemeinde hoffe darauf, von Fördermitteln profitieren zu können. „Hier ist eine Menge in Bewegung“, zeigte sich Kranz zuversichtlich. Bewegung sei auch in das Thema Neubau des Hambührener Feuerwehrhauses gekommen. Das derzeitige Gelände der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) könne nach erfolgtem Kreistagsbeschluss übernommen werden. Sobald der Umzug der FTZ ins Technikzentrum nach Scheuen erfolgt sei, könne ein neues Domizil für den Bauhof und die Ortswehr Hambühren errichtet werden. Bis dahin werde auch der Feuerwehrbedarfsplan nochmals überarbeitet sein. Durch das im Bau befindliche Gymnasium und das kürzlich errichtete Fachmarktzentrum hätten sich neue Gefahrenschwerpunkte in der Gemeinde ergeben.


Im Anschluss an die Grußworte ging Ortsbrandmeister Alexander Weber in seinem Bericht auf die Geschehnisse des Jahres 2023 ein. Die Einsatzabteilung verfüge demnach konstant über 56 Mitglieder, davon fünf Frauen. Der Anteil weiblicher Mitglieder dürfe laut dem Ortsbrandmeister gerne weiter steigen. Die Jugendfeuerwehr bestehe derzeit aus 22 Jugendlichen, in der Kinderfeuerwehr beteiligten sich 15 Mädchen und Jungen.Insgesamt habe die Ortsfeuerwehr Hambühren im vergangenen Jahr 56 Brand- und Hilfeleistungseinsätze zu bewältigen gehabt, so Weber. Fünf Fehlalarme und zwei Brandsicherheitswachen schlugen zudem zu Buche. Besonders hob der Ortsbrandmeister einen schweren Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 214 im Februar 2023 hervor, bei dem der eingeklemmte und schwerverletzte Fahrer per Sofortrettung von den Einsatzkräften befreit werden musste. Auch auf eine massive Kaminofenexplosion im November ging Weber ein: „Uns erwarteten eingestürzte Wände und totale Zerstörung im unteren Bereich des Hauses.“Im Dezember hätten dann Sturmtief Zoltan und der anschließende Hochwassereinsatz die Hambührener Ortswehr maßgeblich gefordert. „Sandsackfüllaktionen, Deichbau in Oldau, Abpumpen von Wassermassen, vollgelaufene Keller und ein überlastetes Abwassersystem haben unsere ganze Aufmerksamkeit gefordert“, so der Ortsbrandmeister. Er sei stolz auf die Leistung der Wehr und sprach allen Einsatzkräften, auch denen anderer Feuerwehren und Hilfsorganisationen, seinen Dank für das Geleistete aus.


Neben dem Einsatzgeschehen berichtete Alexander Weber auch von den zahlreichen Veranstaltungen, die die Ortswehr Hambühren im Jahr 2023 ausrichtete. Dazu zählten ein Aktionstag der Jugendfeuerwehr, das 10-jährige Jubiläum der Kinderfeuerwehr, der Laternenumzug und insbesondere der Familientag, der im September mehr als 1000 Besucher zum Feuerwehrhaus am Wildpfad lockte.


Gemeindebrandmeister Reiner Dralle berichtete in seinem Bericht von einer Rekordzahl an Einsätzen auf Gemeindeebene. Insgesamt habe man 93 Alarme verzeichnet und dabei alle denkbaren Szenarien abwickeln müssen. Auch Dralle ging auf den besonderen Hochwassereinsatz zum Jahresende ein: „Das war für uns alle über drei Wochen ein noch nie dagewesener Dauereinsatz, der uns teilweise Extremes abverlangt hat.“ Er hoffe, dass es im Bewusstsein des Hochwassereinsatzes zu einem Anstieg der aktiven Mitgliederzahlen komme. Derzeit seien gemeindeweit 110 Kameradinnen und Kameraden aktiv. Reiner Dralle dankte den Hambührener Feuerwehrleuten für ihren unermüdlichen Einsatz und sprach auch der Verwaltung seinen Dank für die Unterstützung aus.


Entsprechend der Tagesordnung galt es im Rahmen der Jahreshauptversammlung turnusgemäß zahlreiche Funktionsträger neu zu wählen. Nachdem Daniel Hitzig bereits im vergangenen Jahr die Funktion des stellvertretenden Ortsbrandmeisters übernommen hatte, stellte er, wie angekündigt, seinen Posten als Gruppenführer zur Verfügung. Bei der Wahl der Gruppenführer wurden dann zunächst Jens Bolze-Prasuhn und Marcel Lucan im Amt bestätigt. Der bisherige stellvertretende Gruppenführer Lars Winter rückte zudem als dritter Gruppenführer nach. Alle wurden einstimmig gewählt. Bei der nachfolgenden Wahl der drei Stellvertreter gab es insgesamt fünf Kandidaten. In geheimer Wahl setzten sich schließlich Frederik Kessel, Torben Müller und Christoph Steen durch.

Jugendfeuerwehrwart Marcel Franzmeier und Schriftführer Torsten Habeck wurden zudem einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Ebenfalls ohne Gegenstimmen wiedergewählt wurden Christoph Steen und Robin Kaun als Atemschutzgerätewarte. Für die Funktion des Sicherheitsbeauftragten musste ein Nachfolger für Marvin Schorsch gefunden werden. Steffen Siegmund übernimmt diesen Posten künftig. Auch ein neuer Gerätewart musste als Ersatz für Christian Schwöbel gefunden werden. Hier folgte die Versammlung dem Vorschlag, dass Jörg Gütschow die Funktion zunächst kommissarisch übernehmen soll.


Weiterhin stand eine Vielzahl an Beförderungen auf dem Programm: Susanne Hundt und Kristina Kräft wurden zu Feuerwehrfrauen ernannt. Zudem dürfen sich Gunnar Hainke, Luca Bermejo Hundt und Mares Winter künftig als Feuerwehrmänner bezeichnen. Tim Paske wurde zum Oberfeuerwehrmann, Christoph Steen zum Hauptfeuerwehrmann befördert. Mit Marcel Franzmeier, Marcel Lucan und Jannis Wilgen dürfen sich gleich drei Einsatzkräfte fortan Oberlöschmeister nennen. Abschließend konnte sich Daniel Hitzig über seine Beförderung zum Brandmeister freuen.

Gemeindebrandmeister Reiner Dralle und Bürgermeister Carsten Kranz nahmen zum Abschluss der Versammlung einige Ehrungen vor. So erhielten Jens Bolze-Prasuhn, Daniel Hitzig und Marcel Lucan jeweils das Niedersächsische Feuerwehr-Ehrenzeichen für 25 Jahre Dienstzeit. Norbert Lucan wurde durch den Landesfeuerwehrverband ebenfalls für 25 Jahre Mitgliedschaft ausgezeichnet. Über das Ehrenzeichen des Landesfeuerwehrverbandes für 40 Jahre Mitgliedschaft durfte sich Wolfgang Gasser freuen.

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