top of page
Premium-Sidebar-Hintergrund-580x740.jpg
bkk_hintergrund.jpg

Anzeigen

IKK classic
ah_speckhahn_5_ford_puma_top_rectangler_300x160_NEU.gif
Top_Rectangle_300 x160 CH_be_happy.jpg

Interkulturelles Frauenfrühstück in Moschee ein voller Erfolg

NIENHAGEN. Die Frauensprecherin des SoVD-Ortsverbands Nienhagen, Carmen Kahle, und deren Stellvertreterin Ingrid Lerch hatten zusammen mit dem Frauenvorstand der Mevlana Moschee Nienhagen am Donnerstag zum interkulturellen Frühstück in die Räume der Moschee im Nordfeld eingeladen. Über 40 Frauen folgten dieser Einladung.


Alle Fotos: Gisela Janßen

Der Saal in der Moschee war bis auf den letzten Platz besetzt. Für alle gab es ein leckeres Frühstücksbuffet mit mitgebrachten, selbst zubereiteten Speisen wie Dips, verschiedene Salate, Matjes und Lachs und eine Vielzahl von Käsesorten wie auch Brot und Brötchen. Ergänzt wurde das Frühstücksbuffet durch Spezialitäten aus der Küche der Moschee. Müsli, Obst, Gemüse, verschiedene Nachspeisen, Kuchen, Kaffee und Tee rundeten das Buffet ab.


In gemütlicher Atmosphäre und an hübsch dekorierten Tischen mit von der Bastelgruppe des SoVD Ortsverbandes Nienhagen liebevoll gestalteten Servietten ließen es sich alle schmecken. Bei dem köstlichen Frühstück wurden nicht nur kulinarische Freuden geteilt, sondern sich auch in Gesprächen mit viel Lachen ausgetauscht. Danach gab es einen kurzen Vortrag von Necmiye Kurnaz-Coban, 2. Vorsitzende der Moschee Nienhagen und Nachhaltigkeitsmanagerin (FHM), über soziale Nachhaltigkeit. Sie ist seit vielen Jahren im Vorstand der Moschee tätig und hier zuständig für soziale Medien und Projekte.


Es gibt immer wieder Ideen, aus denen gerade nachhaltige soziale Projekte entstehen. So sei über die Vorsitzende des Frauenvorstandes der Moschee, Demet Bulut, die sich beim „gesunden Frühstück“ in der Grundschule Nienhagen engagiert, die Idee gekommen, auch hier auf Nachhaltigkeit zu setzen: Lebensmittel verpackungsärmer einzukaufen, vor allem bei Obst und Gemüse auf Bio und regional zu setzen und somit sich für die zukünftige Generation zu engagieren. Diese Idee umzusetzen hat ein Jahr gedauert. Es wurde errechnet, dass es für 70 Euro monatlich möglich ist, solch ein Frühstück nachhaltig und regional auszurichten. Unter der Schirmherrschaft von Gemeindebürgermeister Jörg Makel wurde nun daraus zusammen mit dem Förderverein der Grundschule Nienhagen, dem SoVD Ortsverband Nienhagen und der Moschee Nienhagen ein Projekt gestartet. Gisela Janßen und Carmen Kahle vom SoVD Ortsverbandes Nienhagen sind dessen Koordinatorinnen und Ansprechpartnerinnen. An diesem Vormittag kamen bereits 235 Euro an Spendenerlösen für das Projekt zusammen. Damit ist das Projekt vorerst bis zum Ende des Jahres gesichert, soll aber darüber hinaus weiter laufen.

 

Bei der anschließenden Moscheebesichtigung erklärten Necmiye Kurnaz-Corban und Serpil Ulukulu, beide Öffentlichskeitsreferentinnen für die Mevlana Moschee, den Interessierten die Struktur der Moscheen in Deutschland. Geschätzt gibt es etwa 3000 Moscheen bundesweit, unter dem DITIB Dachverband zirka 900. Die Moschee in Nienhagen gibt es seit zirka 30 Jahren. Sie wurde ehrenamtlich und aus eigenen Mitteln erbaut und wird auch weiterhin ehrenamtlich betrieben. Alle drei Jahre gibt es Vorstandswahlen.



Die Mevlana Moschee Nienhagen e.V. besteht aus etwa 80 Familien und deren Familienangehörigen. Wie auch die Kirchen für alle offen sind, sind auch die Moscheen für alle offen; man muss kein Mitglied sein, um zu beten.



Im Gebetsraum, dem Herzstück der Moschee, gab es ausführliche Informationen zu den fünf Säulen des Islam – Glaubensbekenntnis, Gebet, Fasten, Almosengabe und Pilgerfahrt nach Mekka. Die vielen Fragen, die hier gestellt und von Necmiye Kurnaz-Corban, Serpil Ulukulu und dem Imam Ahmet Cetinkaya offen beantwortet wurden, zeigen, wie wichtig das Kennenlernen anderer Religionen ist. Die Zeit ging leider viel zu schnell vorbei. Alle waren sehr begeistert von der tollen Stimmung, der herzlichen Aufnahme, den vielen Informationen und dem außergewöhnlichen leckeren Frühstück. Man war sich einig, dass so ein interkulturelles Frauenfrühstück unbedingt wiederholt werden muss.



Text: Annette Kesselhut

Comments


bottom of page