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Großrazzia gegen Schleuserbande: Durchsuchung auch in Celle

CELLE. Bei einer Großrazzia wegen mutmaßlicher organisierter Schleuserkriminalität hat die Bundespolizei heute zwei Männer verhaftet. Insgesamt waren rund rund 260 Einsatzkräfte in Berlin und im Großraum Hannover beteiligt. Die Auswertung der beschlagnahmten Beweismittel sei noch nicht abgeschlossen, so eine Sprecherin der Bundespolizei.

Foto: Peter Müller (Archiv)

Die Razzia begann am frühen Morgen. Neben Berlin und Hannover gab es Durchsuchungen in Celle, Garbsen, Hemmingen, Laatzen, Lehrte, Neustadt am Rübenberge und Peine. In einer Pressemitteilung hieß es, es seien 14 Objekte durchsucht worden, davon 8 in Niedersachsen und 6 in Berlin. Im Zuge der

Einsatzmaßnahme seien zwei Haftbefehle vollstreckt worden. Bei einem der Haftbefehle handele es sich um einen durch die österreichischen Strafverfolgungsbehörden veranlassten Europäischen Haftbefehl. Im Zentrum der Ermittlungen stehe eine überwiegend irakische Tätergruppierung,

der vorgeworfen werde, in großem Umfang gewerbs- und bandenmäßig Ausländer in die

Europäische Union zu schleusen.


Der Tätergruppe werden mindestens zwölf Schleusungsfahrten zwischen August 2022 und Juni 2023 vorgeworfen. In dieser Zeit sollen mindestens 208 Menschen vor allem syrischer Nationalität eingeschleust worden sein. Die mutmaßlichen Täter hätten die Menschen "durchweg mit ungeeigneten Fahrzeugen" transportiert, so der Sprecher der Anklagebehörde. Es bestehe der Verdacht, dass die mutmaßlichen Schleuser pro Person und Schleusungsfahrt 4000 bis 5000 Euro kassiert hätten.


Als Beweismittel konnten verschiedene Datenträger wie Mobiltelefone, Laptops und Speichermedien sichergestellt werden. Weiterhin wurden zwei Schusswaffen sowie auch weitere nach dem Waffengesetz verbotene Gegenstände aufgefunden. Durch die Auswertung des Beweismaterials erhoffen sich die Ermittler neben der beweissicheren Strafverfolgung weitere Ansatzpunkte, um das Schleusernetzwerk weiter aufzuhellen und zu zerschlagen. Zudem sei entscheidendes Ziel, die lebensgefährlichen Schleusungen zu verhindern.


Einsatzleiter Helgo Martens von der Bundespolizei spricht von einem Erfolg der Razzia: "Bei dem stundenlangen und grenzüberschreitenden Transport von Menschen, die auf engstem Raum auf der Ladefläche regelrecht zusammengepfercht werden, handelt es sich wohl um den gefährlichsten und zugleich menschenverachtendsten Modus Operandi der Schleuserkriminalität. Umso wichtiger war es, mit dem heutigen Einsatz weitere Taten der Beschuldigten zu unterbinden."



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