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Für mehr Igelschutz in Celle: Grüne fordern Nachtfahrverbot für Mähroboter

Montage aus zwei Fotos, Igel vor einem Mähroboter.
Gegen einen Mähroboter haben Igel keine Chance. (Fotos: Pexels/Pixabay, Montage: CelleHeute)

CELLE. Viele, die einen Garten besitzen, finden Mähroboter praktisch. Die Geräte rollen automatisch über den Rasen und halten das Gras kurz und gesund, ohne dass der Mensch einen Finger krumm machen muss. Tierschützerinnen und Tierschützern sind Mähroboter aber ein Dorn im Auge, weil beispielsweise Igel von den automatischen Maschinen immer wieder getötet werden. Die Celler Grünen bemühen sich schon länger um eine Regelung gegen diese Bedrohung. Die Grüne Ratsfraktion hat die Stadtverwaltung nun erneut dazu aufgefordert, ein Nachtfahrverbot für Mähroboter zu erlassen.


„Für den Igel lebensbedrohend“

„Ein notwendiger Schritt zum Schutz der Igel ist die Anordnung nächtlicher Ruhezeiten für Mähroboter“, sagt der grüne Ratsherr Bernd Zobel. „Was für uns Menschen praktisch ist, nämlich der nächtliche Mährobotereinsatz, ist für den Igel lebensbedrohend. Davor können wir nicht die Augen verschließen.“ Durch die Erklärungen des Deutschen Städtetages sehen sich die Grünen in ihrer Forderung bestätigt. Dort sei jüngst ein bundesweites Nachtfahrverbot für Mähroboter gefordert worden. In anderen Städten wie Göttingen oder Hameln seien entsprechende Regelungen bereits eingeführt worden. „Ein nächtliches Mähroboterverbot lässt sich rechtlich umsetzen und wirkt unmittelbar. Da jetzt die Gartensaison wieder beginnt, sollte die Stadtverwaltung rechtzeitig initiativ werden“, so Bernd Zobel.


Tote Igel gleich zu Beginn der Gartensaison


Angaben des NABU Niedersachsen untermauern die Forderung der Celler Grünen. Kaum hätten die Temperaturen wieder angezogen, würden landesweit getötete Igel gemeldet. „Die ersten schwer verletzten und getöteten Igel wurden aufgefunden. Was jedes Jahr aufs Neue erschüttert, entwickelt sich zunehmend zu einem traurigen Kreislauf, den es zu durchbrechen gilt“, heißt es vom NABU Niedersachsen. Igel würden nicht fliehen, sondern sich instinktiv einrollen, wenn sich ein Mähroboter nähert. Schutz vor rotierenden Klingen biete das jedoch nicht. Sensoren würden kleine oder junge Tiere oft nicht erkennen. „Jahr für Jahr häufen sich die Fälle und mit ihnen wächst die Belastung für ehrenamtliche Auffangstationen“, so der NABU, der sich für landesweit einheitliche Regelungen ausspricht und eine entsprechende Petition beim Landtag in Hannover eingereicht hat.


Letzter Antrag wurde abgelehnt


Die Celler Grünen hoffen, dass ihr jetziger Anlauf mehr Erfolg hat als der letzte. Bereits im vergangenen Jahr hatten sie einen Antrag auf ein nächtliches Mähroboterverbot eingereicht, der von der Stadtverwaltung jedoch abgelehnt wurde.

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