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Zweiter Hilfstransport Müden-Wolin


Frank Dening, Ortsvorsteher Volker Nickel, Marktleiter Thomas Dietz, Mariola Wrede sowie die Helfer der Feuerwehr Wolin und Freiwilligen Feuerwehr Müden/Ö. Fotos: Jan Wolf

MUEDEN/OERTZE. Vor gut zwei Wochen hatte sich Mariola Wrede an Müdens Ortsvorsteher Volker Nickel gewandt und um Unterstützung in Form von Spenden für ukrainische Flüchtlinge auf der polnischen Insel Wolin, östlich von Usedom gelegen, gebeten. Die gebürtige Polin hat noch gute Kontakte in die Region, die früh die ersten Hilfesuchenden aufgenommen hat und wo seitdem auch täglich neue Flüchtlinge angekommen. Über einen Spendenaufruf bei Facebook konnte Mariola Wrede dank der riesigen Spendenbereitschaft der Bürger in der Gemeinde Faßberg innerhalb kürzester Zeit eine beachtliche Menge an Spenden zusammen bekommen, welche sie kurz darauf persönlich nach Wolin gebracht hat (CELLEHEUTE berichtete).


Und die Spendenbereitschaft blieb weiterhin hoch. In den vergangenen zwei Wochen seit dem ersten Spendenaufruf wurden über 6000 Euro an Spendengeldern sowie viele Sachspenden gesammelt, sodass gestern ein weiterer Hilfstransport in die Region realisiert werden konnte.


Hierzu kamen drei Mitglieder der Feuerwehr Wolin nach Müden, um die nächsten Spenden in die Auffanglager zu bringen. Unterstützt wurden sie von diversen Helfern, u.a. der Freiwilligen Feuerwehr aus Müden, Ortsvorsteher Volker Nickel sowie Faßbergs Bürgermeisterin Kerstin Speder. Mit den Geldspenden konnten bei Tante Hanna, dem Müdener Dorfladen, zahlreiche Hygieneartikel, Babynahrung, Konserven und weitere Artikel des täglichen Bedarfs eingekauft werden. Darüber hinaus wurden auch viele Kartons mit Sachspenden wie Kleidung, Isomatten, Schlafsäcke, Spielzeug uvm. verladen. Durch Familie Mann, Herbergseltern der Jugendherberge in Müden, wurden zusätzlich noch 20 Schaumstoffmatratzen zur Verfügung gestellt.


„Ich wollte nie so im Mittelpunkt stehen und mir war auch nicht bewusst, was ich da angeschoben habe", meint Mariola Wrede. „Aber es ist so schön zu sehen, wie groß die Hilfsbereitschaft hier im Ort ist“. Betroffen machte sie die aktuelle Meldung aus einem Auffanglager in Wolin, in dem gerade 120 Kinder ohne ihre Eltern angekommen sind. „Da musste ich mit den Tränen kämpfen“, gesteht sie. „Aber genau diesen Kinder können wir mit diesen Spenden nun direkt helfen.“ Am Abend machten sich die drei Helfer aus Polen wieder auf den Rückweg nach Wolin, wo die dringend benötigen Spenden schon sehnsüchtig erwartet werden.


Text : Jan Wolf


Mitglieder der Feuerwehr Wolin und Freiwilligen Feuerwehr Müden/Ö. Beim verladen der Hilfsgüter





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