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Verkehrsunfälle sind gestiegen: Das ist die Unfallstatistik für den Kreis Celle

Foto: Audrey-Lynn Struck (Archiv)

CELLE. Im Jahr 2023 ist es in der Stadt und im Landkreis Celle zu insgesamt 4.328 Verkehrsunfällen gekommen. Im Vergleich zum Vorjahr ist das eine Steigerung um 12,42 Prozent (3.850). Hier ist festzustellen, dass das Unfallgeschehen wieder das Niveau der Vor-Corona-Zeit hat.


Zahl der Schwerverletzten und Verkehrstoten sinkt


"Erfreulich ist hingegen die Entwicklung bei den Verletzten oder getöteten Personen", so Polizeisprecherin Ulrike Trumtrar. Hier sank die Zahl von acht auf sieben Personen, die bei Verkehrsunfällen getötet wurden und ist damit auf einem historischen Tiefststand. Auch die Zahl der Schwerverletzten ist rückläufig, hier sank die Zahl von 103 im Jahr 2022 auf 95 im vergangenen Jahr. Das ist ein Rückgang von 7,77 Prozent. Bei den Leichtverletzten gab es auch, trotz der deutlichen Zunahme der Verkehrsunfälle, einen leichten Rückgang von 707 im Jahr 2022 auf 702 in vergangenen Jahr (Dies entspricht -0,71 Prozent).


Hauptunfallursachen sind nach wie vor überhöhte Geschwindigkeit, Vorfahrtsverletzungen, ein zu geringer Sicherheitsabstand, sowie Fehler beim Wenden oder Rückwärtsfahren. Aber auch Fahren unter Alkohol- / Drogen- oder Medikamenteneinfluss (71 Unfälle) sowie Ablenkung am Steuer (100 Unfälle) führen immer wieder zu Unfällen.


Unfälle mit Beteiligung von Pedelecs steigen


Die Zahl der Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrern ist nahezu gleichgeblieben und lag 2023 bei 289 Unfällen nach 284 im Vorjahr. Hier waren die Hauptunfallursachen bei Radfahrenden Vorfahrtsverletzungen, Fehler beim Abbiegen und das falsche Benutzen von Radwegen. Auffällig ist, dass die Unfälle mit "normalen" Fahrrädern um 4 Prozent gesunken, die Unfälle unter Beteiligung von Pedelecs jedoch um 44,12 Prozent gestiegen sind. Bei den Unfällen mit Radfahrerinnen und Radfahrern waren in 221 Fällen Verletzte zu beklagen. Dies ist im Vergleich zum Jahr 2022 ein Rückgang von 3,49 Prozent. Jedoch wurden bei den Unfällen drei Radfahrende tödlich verletzt.


Unfälle mit E-Scootern sind immer noch selten. Nach 20 Unfällen in 2022 konnten 2023 19 Unfälle verzeichnet werden. Hierbei wurden 12 Personen verletzt (2022: 17). Ein Rückgang ist auch bei den Baumunfällen zu verzeichnen. 84 Unfällen im Jahr 2023 stehen 89 Unfälle im Jahr 2022 gegenüber. Die Folgen dieser Unfälle sind jedoch zumeist schwerwiegend. 2023 wurden zwei Personen getötet (2022: 2), 13 Personen schwer verletzt (2022:21) und 35 Personen leicht verletzt (2022: 28).


Jeder fünfte Unfall ist ein Wildunfall


Eine deutliche Steigerung gab es bei den Wildunfällen. Waren es 2022 768 Unfälle mit Wildtieren, musste die Polizei 2023 947 Unfälle dieser Art aufnehmen. Dies entspricht einem Anteil an der Gesamtunfallzahl von 22,67 Prozent.


Eine bemerkenswerte Steigerung gab es bei den Unfällen, an denen Fußgängerinnen und Fußgänger beteiligt sind. Deren Anzahl stieg von 45 auf 64 (+42,22 Prozent). Hierbei wurden 46 Menschen verletzt (2022: 32, +43,75 Prozent), neun davon schwer. Ursächlich könnte hierfür sein, dass wieder mehr Menschen zu Fuß unterwegs sind.


"Wir halten an dem Vorhaben fest, die Anzahl der Verkehrstoten auf Null zu reduzieren."

Zu den nun veröffentlichten Verkehrsunfallzahlen sagt der Leiter der Polizeiinspektion Celle, Frank Freienberg: "Auch wenn die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle gestiegen ist, so ist der Rückgang der dabei verletzten und / oder getöteten Personen eine erfreuliche Entwicklung. Dennoch halten wir an dem Vorhaben fest, die Anzahl der Verkehrstoten auf Null zu reduzieren und werden weiterhin unseren Beitrag zur Verkehrssicherheitsarbeit leisten, um auch die Zahl der Verkehrsunfälle mit Personenschaden weiter zu senken. Insbesondere Verkehrsteilnehmende, die mit Kraftfahrzeugen und Fahrzeugen am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen, können durch ihr Verhalten maßgeblich zu mehr Verkehrssicherheit beitragen. Dazu gehören Aufmerksamkeit und Rücksicht, aber auch Akzeptanz und Respekt gegenüber anderen Verkehrsteilnehmenden, insbesondere gegenüber den Fußgängerinnen und Fußgängern."


 

Zum Thema Cannabis und Straßenverkehr


Wer unter dem Einfluss von Drogen oder anderen berauschenden Mitteln ein Kraftfahrzeug führt, riskiert weiterhin den Führerschein und gefährdet das Leben und die Gesundheit anderer Verkehrsteilmenden. Die seit Anfang April gültige Teillegalisierung von Cannabis birgt aus polizeilicher Sicht große Gefahren für die Teilnahme am Straßenverkehr. Ebenso wie durch Alkohol und Medikamente können nach dem Konsum von Cannabisprodukten die erforderliche Fahrtüchtigkeit und die Straßenverkehrssicherheit eingeschränkt sein. Dies kann auch der Fall sein, wenn der Konsum bereits einige Tage zurückliegt.


Der Konsum von Cannabis ist unter anderem mit Einschränkungen der Konzentration und Aufmerksamkeit sowie einer Verlängerung der Reaktions- und Entscheidungszeit verbunden. Eine weitere besondere Gefahr besteht durch sogenannten "Mischkonsum", also den Konsum von Cannabis und Alkohol. Auch der Abbau des Wirkstoffes THC im Körper verläuft anders als bei Alkohol und hat eine längere Nachweisbarkeitszeit. "Die Polizei im Landkreis Celle wird sich weiter intensiv diesem Themenfeld widmen und Kontrollen im öffentlichen Raum und zur Überprüfung der Fahrtüchtigkeit unter Berücksichtigung der neuen Rechtslage durchführen", so der Leiter Einsatz der PI Celle, Polizeioberrat Ramme Malte.

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