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"Umweltkriminellen" auf der Spur - Sparkasse unterstützt Hermannsburger Escape Room


HERMANNSBURG. Der Fall hat es in sich, das ist der „Sonderermittlungsgruppe Umweltkriminalität“ schnell klar. Zwar wurde ein Verdächtiger aus Ghana bereits festgenommen, aber es könnte noch weit mehr Akteure geben. Ausgehend von der Nachricht einer Journalistin auf einem Anrufbeantworter, verfolgen die Ermittler eine Spur, die quer über drei Kontinente führt. Es geht um die illegale Entsorgung von Elektroschrott aus Europa.


Nach einer aufregenden Stunde, in der alle ihren kriminalistischer Spürsinn auf Hochtouren gebracht haben, ist es geschafft: Die Spieler im #Escape Room haben ein Geständnis der Drahtzieher und damit die Unschuld des inhaftierten Bob aus Ghana bewiesen. Mit dem Escape Room habe das Ev.-luth. #Missionswerk aus Niedersachsen (ELM) ein Angebot geschaffen, das sich in erster Linie an Jugendliche, aber auch Erwachsene richtet, die sich auf unterhaltsame Art mit den Schattenseiten der Konsumgesellschaft auseinander setzen und Zusammenhänge verstehen möchten. „Der Escape Room ermöglicht, mit jungen Menschen zu den Themen der weltweiten Gerechtigkeit zu arbeiten. Die Methode lädt zum Mitmachen ein und gibt gute Denkanstöße zur Veränderung der eigenen Lebensweise“, beschreibt Missionsdirektor Michael Thiel die Idee dahinter.




Das #Spiel beruht auf realen Gegebenheiten, wie Annika Drieschner und Michael Charbonnier aus der Abteilung „Globale Gemeinde“ des ELM erläutern: „Die Elektroschrotthalde Agbogbloshie in Ghana gibt es wirklich und auch die Schürfbedingungen in indonesischen Zinn-Minen sind real“. Die beiden haben bereits einige Konfirmandengruppen und Schulklassen an den Escape Room herangeführt, der in seiner mobilen Variante auch an anderen Orten gespielt werden kann. Als Dauereinrichtung befindet es sich im oberen Stockwerk des Ludwig-Harms-Hauses. Gestern hat sich dort Stefan Gratzfeld, Vorstandsvorsitzender der #Sparkasse Celle-Gifhorn-Wolfsburg umgesehen. Die Sparkasse hat die Ausstattung mit 1800 Euro unterstützt. „Als die Idee vom ELM Hermannsburg an uns herangetragen wurde, waren wir sofort begeistert - ein Escape-Room hier bei uns vor Ort und zudem noch mit dem Fokus auf Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Ich bin überzeugt davon, dass das Konzept viele junge Menschen begeistern wird und zum Nachdenken anregt. Auf spielerische Art und Weise ein hohes Empfinden für den Umgang mit Ressourcen und unsere Umwelt zu erlangen und daraus eigene Ableitungen zu treffen, stellt einen überaus großen Mehrwert für unsere Region dar“, ist Gratzfeld überzeugt.

Anmelden können sich Gruppen von 4 bis 15 Personen im Missionswerk unter Tel. 05052 69-211. Das Angebot ist kostenfrei.


Fotos: Susanne Zaulick


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