Udo Jürgens-Performance mit ukrainischem Gänsehaut-Moment


NIENHAGEN. Vor gut 130 Besuchern präsentierte Michael Zalejski jetzt im Hagensaal einen phänomenalen Musikabend und überzeugte mit seiner Udo Jürgens fast authentisch gleichenden Stimme, sympathischer Ausdrucksstärke und wortwitzigen Beiträgen.

„Es war ein besonderer Abend, denn fast vor genau zehn Jahren begann die Erfolgsgeschichte von NI-KU genau hier im Hagensaal", erzählt NI-KU-Gründer Alexander Hass. „Im April 2012 startete NIKU damals mit "Felix Martin und Freunde" in eine neue Kulturzeit der Samtgemeinde Wathlingen. Damals standen 'Irina und Irina' im Vorprogramm. Eine Irina ist inzwischen nach Hannover gezogen und macht dort mit Konstantin erfolgreich Musik.“ Genau diese Irina wurde nun eingeladen, die Jubiläumsveranstaltung zu eröffnen. Als sie gefragt wurde, zögert sie keinen Augenblick und sagte sofort zu.


Geboren in Kasachstan sang sie auf der Bühne im Hagensaal zunächst ein ukrainisches Lied während Konstantin sie an der Gitarre begleitet. Ein Gänsehautmoment des Abends war, als Ludmilla, eine gerade geflüchtete Ukrainerin, die in der Müggenburg untergebracht ist, spontan auf die Bühne kam, um mitzusingen. „Das war ein bewegender Moment und er machte deutlich, wie sehr Kultur im Herzen für Verbindung der Menschen miteinander wirkt und war gleichermaßen ein starkes Symbol für den Frieden“, erläutert Hass, selbst noch freudig ergriffen durch die spontane Aktion.


Irina und Konstantin präsentierten noch ein russisches und ein deutsches Volkslied, bevor Michael Zalejski die Bühne betrat und das Publikum in den Bann zog. Wer seine Augen geschlossen hatte, meinte, den berühmten Sänger Udo Jürgens live zu erleben. Natürlich fehlten die bekannten Lieder wie „griechischer Wein“ oder „Ich war noch niemals in New York“ nicht. Aber auch unbekannte Lieder, die nie eine große Aufmerksamkeit bekamen, wurden performt. Nach knapp 100 Minuten stand das Publikum vor Begeisterung, nachdem der Künstler drei Zugaben gegeben hatte. Samtgemeindebürgermeisterin Claudia Sommer und Bürgermeister Jörg Makel bedanken sich im Anschluss an die Veranstaltung noch bei Alexander Hass und wünschten sich, dass auch in Zukunft diese inzwischen gewachsene Kultureinrichtung der Samtgemeinde erhalten bleiben möge.


Im Hagensaal waren auch 45 von NI-KU eingeladene Helferinnen und Helfer der vergangenen Wochen, die ehrenamtlich Hilfsgüter für die Menschen und Freunden der Partnerstadt Tuskavets in der Ukrainer angenommen, sortiert und verpackt und insgesamt vier vollbeladene LKWs über Polen in die Ukraine versendet hatten.




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