„Tina oder über die Unsterblichkeit“ – Lesung im Bomann-Museum


Arno Schmidt
Arno Schmidt in Darmstadt. Foto: © Arno Schmidt Stiftung, Bargfeld

CELLE. Am Donnerstag, dem 10. Februar um 18.30 Uhr, lesen im Bomann-Museum Bernd Rauschenbach und Joachim Kersten aus Arno Schmidts Werk „Tina oder über die Unsterblichkeit“.


Die Darmstädter Künstlerkolonie der 50er Jahre wird in dieser Erzählung boshaft gespiegelt: Ein geheimnisvoller Unbekannter führt den Erzähler in ein unterirdisches Elysium unter der Stadt. Dort langweilen und streiten sich verstorbene Schriftsteller, die sich danach sehnen, auf Erden endlich vergessen zu werden – denn nur dann dürfen sie das Elysium verlassen und sich endgültig auflösen. Arno Schmidts Satire auf den Nachruhm reagiert mit viel Witz auf seine Darmstädter Jahre und die fragwürdige Betriebsamkeit seiner ehrgeizigen Kollegen. »Was ist demnach das beste Rezept für ein Erdenleben überhaupt, oben wie unten? : ›Aufs Dorf ziehen. Doof sein. Rammeln. Maul halten. Kirche gehen. Wenn n großer Mann in der Nähe auftaucht, in n Stall verschwinden : dahin kommt er kaum nach!‹«


Joachim Kersten lebt als Jurist und Autor in Hamburg. Bernd Rauschenbach lebt als Autor, Herausgeber und Rezitator in Eldingen. Beide gehören dem Vorstand der Arno Schmidt Stiftung an und haben in zahlreichen Lesungen das Publikum für das Werk Arno Schmidts begeistert.


Die Lesung findet im Rahmen der Ausstellung „Vom Wert der Kleidung. Textilien aus dem Nachlass von Arno und Alice Schmidt“ statt, die die Arno Schmidt Stiftung und das Bomann-Museum zurzeit zeigen.


Eintritt: 5,00 EUR. Anmeldung unter Tel. 05141 12-4555.


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