Stadtumbau Bergen: Fördergelder reichen nicht für alle Vorhaben


Hier ist der Stadtumbau derzeit am deutlichsten sichtbar: Blick auf die Berliner Straße. Foto: CH-Archiv
Hier ist der Stadtumbau derzeit am deutlichsten sichtbar: Blick auf die Berliner Straße. Foto: CH-Archiv

BERGEN. „Wir machen jetzt eine Zwischenbilanz und stellen fest, dass das Geld nicht reichen wird für alles, was wir vorhaben“, lautete das Fazit von Bürgermeisterin Claudia Dettmar-Müller, nachdem Fachbereichsleiter Stephan Becker am Mittwoch im Stadtentwicklungsausschuss die bisherigen und geplanten Ausgaben für die Maßnahmen des Stadtumbaus erläutert hatte.


Als 2014 klar war, dass die Briten aus Bergen weggehen, hatte sich die Stadt um Aufnahme in die Städtebauförderung beworben. 17,1 Million Euro stehen im Rahmen des Programms noch bis 2030 zur Verfügung. Doch das dürfte nicht reichen, wie Stephan Becker im Ausschuss erläuterte. Laut seinen Berechnungen könnten für Planung, Rückbau, Erschließung und Baumaßnahmen insgesamt rund 26,1 Millionen Euro Bruttokosten zusammen kommen. Die Einzelmaßnahmen wurden und werden jeweils vom Rat beschlossen. Bisher ist der Stadtumbau vor allem in der Mozartstraße, Beethovenstraße, Danzigerstraße und Berlinerstraße sichtbar geworden.


„Wir haben noch diverse Projekte, die es wert sind, dass sie angegangen werden“, so die Bürgermeisterin. „Wie gehen wir mit den zukünftigen Schulden um?“, fragte CDU-Ratsmitglied Hans-Hermann Lühmann in Anbetracht der Tatsache, dass die Stadt ein Drittel der investierten Summe selbst finanzieren muss. Eine direkte Antwort bekam er auf diese Frage zwar nicht, aber zwei Argumente von Seiten der Stadtverwaltung, die deren Wunsch nach Aufstockung des Kostenrahmens für den Stadtumbau untermauern. „Jeder Euro, der hier investiert wird, führt zu weiteren Investitionen“, so der Leiter des Fachbereichs Bauen und Wohnen, Jan Thomas. Für die Bürgermeisterin zählt zudem, dass mit den Geldern in den festgelegten Sanierungsgebieten auch notwendige Maßnahmen wie Straßenerneuerungen finanziert werden könnten. In den kommenden Wochen soll sich die Politik Gedanken darüber machen, ob beim Land ein entsprechender Antrag auf Aufstockung des Kostenrahmens eingereicht wird.






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