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"Rudern gegen Krebs" - Onkoforum benötigt Ministerantwort noch diesen Monat


CELLE/HANNOVER. Direkt nachdem er im Januar ins Amt gekommen war, übernahm der neue Gesundheits- und Sozialminister Niedersachsens Dr. Andreas Philippi die Schirmherrschaft über die Celler Benefizregatta „Rudern gegen Krebs“. Diese Großveranstaltung, die seit 2015 viel zur Popularisierung des Wassersports beigetragen und der Krebsvorsorge so manchen Schub gegeben hat, ist dieses Jahr aufgrund der Verkrautung der Aller akut in Gefahr (CELLEHEUTE berichtete mehrfach). Ein rechtzeitiges Abmähen sei zwingend erforderlich, um den Wassersport insgesamt, aber insbesondere auch das Training für die Regatta aufnehmen zu können. „Ungeübte Ruderer, die den Großteil der rund 700 Teilnehmenden ausmachen, geraten andernfalls viel zu oft mit den Ruderblättern in den Bewuchs. Das blockiert den Lernerfolg, kann zum Kentern führen, ist gefährlich und unverantwortbar“, berichtet Dr. Reinhold Wieters, der das Training seit der ersten Regatta 2015 koordiniert. Auch viele andere Wassersportler gefährdet das Kraut, sogar Panik beim Schwimmen kann aufkommen.

„Unverständlich ist uns, dass es dieses Jahr anders als 2021 eventuell keine Ausnahmegenehmigung geben soll, die das Abmähen spätestens im Juli möglich macht. Schließlich hat eine ökologische Bestandsaufnahme, die damals begleitend zum Mähen angeordnet worden war und an der sich Dutzende Freiwillige tagelang beteiligten, keine Bedenken bezüglich besonderer oder gar gefährdeter Arten ergeben“, sagt Fritz Gleiß, der die Regatta im Onkologischen Forum koordiniert.


Aus dieser Befürchtung heraus wandte sich das Forum nach eigenen Angaben bereits am vergangenen Freitag an den Schirmherren der Veranstaltung, In einer E-Mail bittet das Forum den Gesundheitsminister „dringlich“, sich bei seinem Kollegen, Umweltminister Christian Meyer, „dafür stark zu machen, dass die Ausnahmegenehmigung rasch erteilt werde. Andernfalls sei die Durchführung der Regatta – der bundesweit mit Abstand größten ihrer Art – nicht möglich.


Damit verlöre die Region ein für die Krebsprävention ungemein ausstrahlungskräftiges Event, das bei den verganenen vier Malen zudem rund 120.000 € für die Krebsberatung und die Förderung von Bewegungsangeboten für Krebserkrankte erlöst habe. Eine positive Antwort erhoffen sich die Organisatoren der Regatta bis Ende des Monats, „weil wir sonst keine Anmeldungen entgegennehmen und auch keine Sponsoren ermutigen können, sich für die Regatta zu engagieren“, so der Onkoforum-Sprecher Gleiß.

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