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Rapper Ben Salomo klärt in Celler OBS über Antisemitismus auf


Foto: Jenny Patt, Quelle: ak-kurier.de

CELLE. Ein außergewöhnlicher Workshop gegen Antisemitismus fand gestern an der OBS an der Welfenallee statt, organisiert durch Saim Alin vom CJD Jugendmigrationsdienst Celle, im Rahmen des Bundesprojektes „Respekt Coaches“. An der Veranstaltung nahmen ca. 300 Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 9 und 10 teil, um einen tiefen Einblick in die Thematik zu erhalten. Der ehemalige Rapper aus der Deutsch-Rap-Szene, Ben Salomo, führte durch den Workshop und sorgte für eine intensive und zum Teil sehr emotionale Auseinandersetzung mit dem Thema.


Der Workshop begann mit einer einführenden Präsentation von Salomo, der zunächst auf seine persönlichen Erfahrungen als Jude in Deutschland einging. Dabei betonte er die Wichtigkeit, Antisemitismus aktiv entgegenzutreten. Er zeigte anhand seiner eigenen Biografie und den Erlebnissen von Holocaust-Überlebenden seiner eigenen Familie, wie sich Geschichte auch in der heutigen, vermeintlich aufgeklärten Moderne in ähnlicher Weise wie zu Beginn der Nazidiktatur wiederholen kann. „Mit der Diskriminierung von Juden fängt es an,“ so Salomo dem als nächstes die Diskriminierung weiterer Minderheiten, Andersdenkender und Menschen mit Behinderung sowie jener, die eine von der gesellschaftlichen Norm abweichende sexuelle Orientierung haben folgten - man weiß, wie es vor ca. 80 Jahren seinen Lauf genommen hat.


Wichtig war Ben Salomo auch, den Antisemitismus in der Deutsch-Rap-Szene offenzulegen – fast alle anwesenden Schülerinnen und Schüler outeten sich als Konsumentinnen und Konsumenten von Deutsch-Rap und als Fans der Szene. Ben Salomo schaffte es, bei den Teilnehmenden das Bewusstsein für Antisemitismus, in seiner subtilen Form, zu schärfen, indem er aufzeigte, dass Antisemitismus bereits damit anfinge, an einem „Hakenkreuzgeschmiere“ – einem Symbol der Nazi-Ideologie – ohne eine Form von Protest, vorbeizugehen.


Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Vortrag sehr gelungen war, indem er die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler emotional „packte“ und einen nachhaltigen Raum zur Reflexion über eigene Denkweisen und Umgangsarten, nicht nur mit jüdisch-stämmigen Mitmenschen, sondern den Mechanismen und Formen von Diskriminierung und Ausgrenzung schaffte. Hieran können die Lehrkräfte in ihrem Unterricht anknüpfen.


Text: Saim Alin

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