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Preisträgerinnen spielten im Beckmannsaal


CELLE. Sonntag Nachmittag. Ein Augenblick der Ruhe. Musik genießen. Entspannung erwarten vom Alltag. Physikalisch gesehen berühren dann Finger die Tasten des Flügels, Hämmer schlagen gegen Saiten, Töne gelangen ins Bewusstsein. Das sagt: heute geschieht etwas Besonderes: Töne erzeugen lebendige und anspruchsvolle Musik.


Initiiert, organisiert und dargeboten haben das Konzert zwei junge Klavierschülerinnen und Bundes-Preisträgerinnen von „Jugend Musiziert“ aus Celle: Maria Langenbach, 16 Jahre alt und die 15-jährige Lisa Simon. Sie präsentierten am 10.07. im Beckmannsaal vor zahlreichen ZuhörerInnen zwei Stunden lang Werke von Mozart, Beethoven, Chopin, Rachmaninow und vielen anderen. Zurückhaltend, leidenschaftlich, ausdrucksstark. Im passenden Wechsel, solo und vierhändig.


Eröffnet wurde das Konzert mit einer temperamentvollen und energischen Sonate für 4 Hände, D-Dur Op. 6 von v. Beethoven. Danach präsentierte Maria Langenbach zwei Nocturne von Chopin: b-Moll Op. 9 No. 1 und cis-Moll Op. 27 No. 1 gefolgt von „En Bateau“, leicht und präzise auf‘s musikalische Fahrwasser gesetzt mit vier Händen von beiden Klavierschülerinnen.


Lebhaft ging es danach vor der Pause zur Sache mit „Fantasie und Tango“ – einem Thema von Carlos Gardel: „Por una Cabeza“, bekannt z. B. aus dem Film „Der Duft der Frauen“. Umfassend und neu arrangiert für vier Hände von ihrer gemeinsamen Klavierlehrerin und Pianistin Ekaterina Karmanova Beyer, die auch durch das Programm führte.


Die zwölf Mozart-Variationen „La Belle Française“ waren zwölf musikalische Perlen, dargeboten nach der Pause von Lisa Simon. Immer erfrischend abwechselnd vierhändig umrahmt von Mozarts Sonate D-Dur KV 381 und zwei Stücken von Edward Grieg: Norwegischer Tanz Op. 35 No. 2. und Anitras Tanz aus der Peer Gynt Suite No.1.


Ein besonderes Zeichen der Solidarität mit der Ukraine setzten Maria und Lisa, indem sie ihre in Kiew geborene Musikpädagogin Karmanova-Beyer und deren Familienangehörige – eine aus der Ukraine geflohene Klavierlehrerin, Tetiana Trehub, mit auf die Bühne baten: Ein abschließendes schwungvolles Stück für vier Spieler an einem Flügel. Albert Lavignacs „Galop-Marche“ war nicht nur humorvoll und virtuos mit 8 Händen vorgetragen, sondern auch ein überraschender und beeindruckender Abschluss des Programms.


Nach zwei Zugaben und stehenden Ovationen ging der – natürlich bei freiem Eintritt erfolgte – Spendenaufruf zugunsten des ukrainischen Volkes nicht ins Leere: eine stattliche dreistellige Summe wurde überwiesen an die „Help Ukraina Foundation“. Das Geld wurde mittlerweile dankend in Empfang genommen.


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