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"Politisch instrumentalisiert" - Mehrheit verlässt "Friedens-Kundgebung" vorzeitig


Demo, Kundgebung, Friedenskundgebung, Ukraine, Russland,
Foto: Peter Müller


CELLE Am Mittag um 12 Uhr versammelten sich in Celle nach einem Aufruf des "Aktionsbündnis Gelebte Demokratie" nach Polizeiangaben zunächst rund 700 Teilnehmende. Doch nach nicht einmal 60 Minuten zählte die Polizei vor dem Celler Schloss nur noch 150. Viele fühlten sich offenbar durch einige Redebeiträge am offenen Mikrofon, in denen gegen NATO und Kapitalismus gewettert wurde, nicht vertreten. Das machen sie mit hörbaren Unmutsbekundungen deutlich und verließen die Kundgebung. Ihr eigentliches Anliegen war es, ein Zeichen gegen den Einmarsch der Russen in die Ukraine zu setzen und wollten sich nicht politisch vereinnahmen lassen. Der Aufruf in der von Manuela Mast und Hans-Peter Binder (Die Linke) angemeldeten Versammlung ließ für viele die politische Motivation erahnen. Nachdem eingangs am Thema vorbei erneut "Celle steht auf" Zielscheibe der Veranstalter war, hieß es wörtlich: "Wir wollen damit ein solidarisches Zeichen gegenüber der angegriffenen Ukraine setzen und uns für das Völkerrecht aussprechen. Der Frieden in Europa soll baldmöglichst mit friedlichen Mitteln wiederhergestellt werden. Dem wollen wir eine Plattform geben. Bringt bitte einen Schal mit, der uns alle miteinander verbindet, denn so kann auch der ausreichende Abstand gewährleistet werden." Diese Verbindung hielt zumindest heute für die offenbar mehrheitlich anwesende "bürgerliche Mitte" nur kurze Zeit.

Fotos: Peter Müller


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