Pilgern für Geschlechtergerechtigkeit


HANNOVER. Für mehr Geschlechtergerechtigkeit in allen Bereichen der Gesellschaft gehen Engagierte

aus der evangelischen Kirche und zivilgesellschaftlichen Gruppen in diesem Jahr auf die Straße. Unter dem Motto „Go for Gender Justice“ laden Genderreferate und Gleichstellungsstellen in den Landeskirchen der EKD bundesweit zu neun Pilgeretappen ein. Die Webseite

www.go-for-gender-justice.de vernetzt ab sofort die geplanten Aktionen und regt an, weitere

lokale Pilgerinitiativen zu starten.

Die bundesweite Initiative wird am 1. Februar in einer online aus Berlin übertragenen Veranstaltung durch die Juristin und „First Lady“ im Schloss Bellevue Elke Büdenbender eröffnet. Der Livestream beginnt um 17.30 Uhr. Den Link finden Sie hier.

Kernstück sind neun regionale Pilgeretappen zwischen Mai und September 2022. Drei Themenbereiche stehen bei „Go for Gender Justice“ im Mittelpunkt: „Arbeit, Macht und Einfluss fair teilen“, „Abwertung und Gewalt überwinden“ und „Vielfalt anerkennen“. Bei den Pilgeretappen wird die Erkundung der Realitäten mit kritischer Reflexion und geistlicher Praxis verbunden. An den Stationen setzen sich die Teilnehmenden mit schmerzhaften Erfahrungen im Blick auf ungleiche Chancen und fehlende Geschlechtergerechtigkeit auseinander, begegnen aber auch Initiativen und Menschen, die Hoffnung machen.


Die Etappen werden zusammen mit regionalen Gruppen aus Zivilgesellschaft und Religionen gestaltet.

Zielpunkt ist die Vollversammlung des Weltkirchenrates in Karlsruhe. Die Pilgernden sammeln Beiträge und Ideen für mehr Gerechtigkeit und den Abbau von Diskriminierung und nehmen sie mit zur 8. Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) vom 31. August bis 8. September in Karlsruhe. Der ÖRK hatte seine Mitgliedskirchen zu Pilgerwegen der Gerechtigkeit und des Friedens aufgerufen.

Die Internetseite www.go-for-gender-justice.de stellt die zentralen Themen anhand von Zahlen und Fakten vor, präsentiert die auf landeskirchlicher Ebene geplanten Pilgeretappen und gibt praktische Tipps für die Planung eigener lokaler Pilgerinitiativen. Später wird sie auch Beiträge und Videos von den Etappen sammeln und Ergebnisse festhalten. Mit regionalen Pilgeretappen beteiligen sich die Landeskirchen Baden, Kurhessen-Waldeck, Mitteldeutschland, Norddeutschland, Pfalz, Rheinland, Sachsen, Westfalen und Württemberg. Trägerin von „Go für Gender Justice“ ist die Konferenz der Genderreferate und Gleichstellungsstellen in den evangelischen Landeskirchen, für die das Referat für Chancengerechtigkeit der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) die Geschäftsführung innehat.

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