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Ostern bringt Hoffnung und Leben - Predigt von Bischof Bätzing am Ostersonntag




BONN. Ostern ist prägende Vergangenheit, verlockende Zukunft und erfreuliche Gegenwart zugleich. Dies hat der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. GeorgBätzing, heute (9. April 2023) in seiner Osterpredigt in Limburg betont. Ostern bringe die Hoffnung auf Frieden und Leben in die Welt, weil die Lebensmacht des auferstandenen Herrn den grausamen Realitäten von Kriegen und Leid ein Schwergewicht entgegensetzt, das letztendlich zieht.


„Ostern ist prägende Vergangenheit, denn der Einbruch der Ewigkeit in unsere Welt kennt einen bestimmten Zeitpunkt. Was viele lange ersehnt und von Gott erfleht hatten,was dennoch niemand sich auch nur auszudenken vermocht hätte, das ist kein Mythos, es ist geschichtlich greifbar geworden“, erklärte Bischof Bätzing. Am ersten Tag nach dem Sabbat vor nahezu 2000 Jahren, hätten Frauen die Grabstätte des zu Tode gefolterten Messias gefunden. Christus habe sich ihnen lebendig gezeigt. Er habe mit ihnen gesprochen und sei mit ihnen neue Wege gegangen. Sie erkannten ihn beim Mahl, im gebrochenen Brot, das er so oft mit ihnen geteilt habe. Das habe sie so erfüllt, dass sie nicht anders konnten, als Jesus als Gott und Herrn zu bezeugen. So habe der Osterglaube über Raum und Zeit hinweg schließlich ins Heute gefunden.


Das Leben, so Bischof Bätzing, verlaufe nie als eine simple Abfolge auf einem gerichteten Zeitstrahl. „Wir sind bei unserer Taufe in den Fluss des Lebens hineingestiegen.Seitdem werden wir vom Strom aus Glaube, Hoffnung und Liebe getragen und im Auf und Ab unseres Lebens bewahrt. Die Auferstehung Jesu liegt nicht zurück in ferner Vergangenheit. Ostern ist die Quelle. Und aus dieser Quelle entspringt immer neu unser künftiges Leben. Jeder neue Tag, jede Stunde und jedes unserer Jahre schöpfen daraus ihre Lebendigkeit“, sagte der Bischof. Christus, der Auferstandene, sei Zukunft und zugleich der Rückenwind, der den Menschen mutig nach vorne gehen lasse, gerade dann, wenn ihm bang ums Herz ist, wenn er Trittsicherheit verloren hat und eigentlich lieber rasten will als weiterzugehen.


„Wir haben die Vergangenheit vor Augen“, sagte Bischof Bätzing. Die Schätze der Dichtung, der Musik, der Kunst, der Reichtum des Glaubens oder auch die denkerische Kraft, die sich in Theologie und Philosophie entwickelt habe, seien prägend und unverzichtbar. Es gebe eindrucksvolle Biografien ungezählter Menschen, die den Auferstandenen in ihr Leben eingelassen und sich von ihm haben prägen lassen. „Und der gläubige Spürsinn der Menschen verbunden mit dem kirchlichen Lehramt: sie haben in langen, oft mühsamen und strittigen Prozessen sozusagen zum festen Kernbestand „gerinnen“ lassen, was sich von Ostern her als wahr und beständig erweist, was über die Zeiten hinweg Halt und Orientierung gibt. Womöglich ist das aber viel weniger, als es dicke dogmatische Handbücher vorzugeben scheinen“, so der Bischof. Zum Glück gebe es dieses reiche Zeugnis vergangener Zeiten. Der Mensch stehe heute in einem kraftvollen Strom aus Glauben und fange nicht bei Null an. „Die Vergangenheit vor Augen bemerken wir aber auch den schalen Geschmack des alten Sauerteigs der Bosheit und Schlechtigkeit, von der Paulus im Korintherbrief schreibt“, so Bätzing. Immer dann, wenn sich die Kirche und einzelne Gläubige allzu sehr mit der Macht eingelassen hätten, wenn sie meinten, über Menschen bestimmen zu sollen um Christi Willen, dann seien sie den Wegen des Auferstandenen nicht gefolgt, hätten Menschen um die Liebe, um Selbstachtung, um ihr leibliches und geistliches Wachstum betrogen bis hin zur frevlerischen Vernichtung der Glaubenszuversicht in deren Herzen. „Wir dürfen heute nicht einfach Zukunft erstürmen wollen, ohne uns diesen bedrückenden Wirklichkeiten ernsthaft gestellt zu haben. Wir können es auch gar nicht, denn diese Realitäten sind ja offensichtlich und werden nicht selten zu Fallstricken für solche, die sich bereitwillig für den Glauben öffnen wollen. Es gibt keine Alternative zu Umkehr und Erneuerung“, so Bätzing abschließend.


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