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Ortsfeuerwehr Winsen zieht Bilanz: Türöffnungen nehmen 2023 zu


Foto: Feuerwehr Winsen

WINSEN. Am 01. März 2024 führte die freiwillige Ortsfeuerwehr Winsen (Aller) ihre diesjährige Jahreshauptversammlung durch. Ortsbrandmeister Ulrich Marquardt begrüßte die Kameradinnen und Kameraden der Einsatz- und Altersabteilung, sowie als besondere Gäste den Bürgermeister Dirk Oelmann, Mitglieder des Gemeinderates, sowie weitere Ehrengäste aus den Reihen der Feuerwehr und anderer Hilfsorganisationen.


Sowohl im Bericht des Ortsbrandmeisters als auch in den Berichten des Gemeindebrandmeisters Oliver Hermann und des stellv. Kreisbrandmeisters Willi Lucan wurde das außergewöhnliche Hochwasser genannt. Die Hochwasserlage dauerte von Weihnachten bis weit in das neue Jahr und hat die Ortswehr Winsen (Aller) durchgängig beschäftigt. Tatkräftige Unterstützung erfuhr die Feuerwehr von Feuerwehren aus dem Umland, sowie von Einsatzkräften des THW. Auch eine Einheit des französischen Zivilschutzes war in der Gemeinde eingesetzt und errichtete einen mobilen Deich zum Schutz des Ortsteils Thören. Es wurden durch die Feuerwehr mehrere Keller leer gepumpt, Ortsteile evakuiert, Tiere gerettet, Pumpen eingerichtet und überprüft, sowie unzählige Sandsäcke verbaut. Auch Bürgermeister Oelmann bedankte sich bei den vielen Einsatzkräften, die die Gemeinde vor viel Schaden bewahrt haben. Er erinnerte aber auch daran, dass viele Bürger von den Wassermassen betroffen waren und teilweise heute noch sind. Alle waren sich einig, dass ein besonderer Dank auch an alle Bürger geht, die tatkräftig beim Füllen von Sandsäcken geholfen, aber auch Einsatzkräfte vor Ort mit Getränken und Lebensmitteln unterstützt haben.


Eine starke Zunahme gab es bei der Einsatzart Türöffnung. Als Feuerwehr haben wir die Aufgabe einen Zugang zur Wohnung durch Haustür oder Fenster zu schaffen, wenn sich darin eine Person befindet, die Hilfe benötigt. Was bei diesen Einsätzen bedrückend zurück bleibt ist das Wissen, dass sich niemand um diese Personen kümmert und einen Schlüssel in der Nachbarschaft aufbewahrt.

Als weiteren zeitintensiven Einsatz erwähnte Marquardt den Waldbrand im Bereich der Ortschaft Thören. Insgesamt betrug das Einsatzgebiet 10 Hektar Kiefernwald. Die Feuerwehren der Gemeinde waren insgesamt 3 Tage im Einsatz und hatten mehrere km Schlauch im Wald ausbringen müssen, weil die Brandflächen nicht mit Fahrzeugen zu erreichen waren. Alle eingesetzten Trupps mussten mehrere hundert Meter zu Fuß in den Wald gehen, bevor sie mit den Löschmaßnahmen beginnen konnten.

Marquardt sieht die Entwicklung der Ortswehr positiv. Über das Jahr konnten mehrere Kameraden die Einsatzabteilung verstärken, so dass die Ortswehr nun aus 88 aktiven Einsatzkräften besteht. Aber auch die Zahl der fördernden Mitglieder konnte gesteigert werden. Die Fördermitglieder sind für die Ortswehr ein wichtiger Bestandteil, um die Dinge zu ermöglichen, die nicht über den Haushalt der Gemeinde abgedeckt werden können.


Nach den Berichten erfolgte die Vorschlagswahl der zwei stellv. Ortsbrandmeister. Durch die Versammlung wurden Volker Behr und Marvin Theilmann gewählt. Beide Kameraden werden dem Rat in seiner nächsten Sitzung als stellv. Ortsbrandmeister vorgeschlagen. Volker Behr ist bereits seit vier Legislaturen im Amt tätig. Durch die stetig steigende Arbeitsbelastung wird der Ortsbrandmeister künftig durch zwei Stellvertreter unterstützt.


Am Ende der Versammlung werden traditionell die Beförderungen und Ehrungen vorgenommen.

Befördert wurden zum

Feuerwehrmann/-frau: David Lange und Artur Ustinov

Hauptfeuerwehrmann/-frau: Max Wolschendorf

Ersten Hauptfeuerwehrmann/-frau: Karim Hani-Tabay, Anja Halunka und Dirk Heinemann

Löschmeister/-in: Timo Dettmar, Matthias Winkelmann und Florian Fischer

Oberlöschmeister/-in: Patrick Wildung und Andreas Walter

Hauptlöschmeister/-in: Fabian Priebe, Michael Bartels, Marvin Theilmann und Sabrina Kaminski


Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr:

25 Jahre: Jens Exner

40 Jahre: Mirko Czerwinsky und Kirsten Lucan

50 Jahre: Wolfgang Theilmann und Dieter Pohland

Außerdem erhielt Andreas Walter die Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbandes. Andreas Walter war zuletzt seit 1999 als Atemschutzgerätewart der Gemeinde tätig und hat unzählige Kameraden in der Ausübung des Dienstes unter schwerem Atemschutz betreut.


Marquardt dankte zum Ende der Jahreshauptversammlung der 145jährigen Feuerwehr allen Personen und Institutionen, mit denen im letzten Jahr eine sehr vertrauensvolle Zusammenarbeit weiter ausgebaut werden konnte.


Text: Frank-Peter Büchle

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