Anzeigen

IKK classic
Banner-FM300x160.png
CH-Banner-Werbung

"Nein zu Militarisierung und Abhängigkeit von fossilen Energien" bei Klimaaktionstag


Klimaaktionstag Celle
Fotos: Peter Müller

CELLE. Heute fand im Rahmen des Globalen Klima-Aktionstags eine Kundgebung auf der Stechbahn und anschließend eine Demonstration für den Klimaschutz statt. Die Celler Klimaplattform hatte dazu aufgerufen.


Unter anderem hielt für "Land in Sicht – Transition" (LIST) Cornelia Döllermann-Nölting eine Ansprache:


"Der Krieg in der Ukraine hat eine andere menschengemachte Katastrophe in den Hintergrund gedrängt. Der neueste Bericht des UN-Klimarats macht deutlich: Unser Planet steht kurz vor einem unkontrollierbaren Klimachaos. Die Hälfte der Weltbevölkerung – 3,6 Milliarden Menschen – ist durch die Folgen des Klimawandels akut bedroht. Ich zitiere UN-Generalsekretär António Guterres: „Einige wenige Länder treten die Rechte des Rests der Welt mit Füßen. Einige wenige Unternehmen streichen reiche Gewinne ein, während sie die Rechte der Ärmsten und Schwächsten ignorieren.“ [Zitat Ende]

Am Tag vor der Veröffentlichung des Berichts leitete die Bundesregierung eine – wie sie es nennt – „Zeitenwende“ ein. Diese „Zeitenwende“ besteht darin, dass ab sofort zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts für die Bundeswehr und Aufrüstung ausgegeben werden sollen. Pro Jahr 70 Milliarden.

Von unserer Seite kommt dazu ein 100-prozentiges Nein. Dieser größte Militarisierungsschub in der Geschichte der Bundesrepublik wird den Krieg in der Ukraine nicht um eine einzige Stunde verkürzen. Aber wir wissen: Wer Rüstungsspiralen anheizt, erhöht die Wahrscheinlichkeit von Kriegen. Schon heute hat die NATO 1,2 Billionen Dollar pro Jahr zur Verfügung, das sind 60 Prozent der weltweiten Militärausgaben. Russland hat ein Budget von 62 Milliarden Dollar, also 5 Prozent davon. Wie sollen weitere Milliarden für mehr Sicherheit sorgen?

Nein. Aufrüstung ist der falsche Weg. Militär und Krieg treiben die Klimakatastrophe weiter an. Wir wissen aus der jüngeren Vergangenheit: Der Zugriff auf Öl und Gas hat nicht nur einmal zu Kriegen geführt. Und auch der russische Angriffskrieg in der Ukraine ist ein Krieg mit Ressourcen und Macht um Ressourcen und Macht. Eigentlich ist die Aufgabe also einfach: Wer sich von fossilen Energien befreit, tut nicht nur etwas gegen die Erderhitzung, sondern auch für den Frieden.

Aber Deutschland begibt sich jetzt in neue Abhängigkeiten von Flüssiggas und Wasserstoff aus „lupenreinen Demokratien“ wie Katar und den Vereinigten arabischen Emiraten. Dass damit die Energiewende „flankiert“ würde, ist Schönfärberei. Das fossile Zeitalter muss beendet werden. Nicht morgen, sondern jetzt. Wir schließen uns dem Philosophen Richard David Precht an: „Die Menschheitsprobleme des 21. Jahrhunderts - Klimawandel, Umweltzerstörung und die soziale Ungleichheit auf unserem Planeten - dulden keinerlei Rückfall ins 20. Jahrhundert. Wir können ihn uns schlichtweg nicht mehr leisten." [Zitat Ende]

● Nein zum Krieg – in der Ukraine und anderswo!

● Keine Waffen in Kriegsgebiete! Sie verlängern den Krieg.

● Abrüstung statt Aufrüstung!

● Wer den Frieden will, muss die Abhängigkeit von fossilen Energien beenden!"



630 Ansichten

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen