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Nach Aus der Kindersprechstunde - Grüne kritisieren "AKH-Versagen auf ganzer Linie"


Foto: Peter Müller

CELLE. Wahlkampfmodus oder echte Empörung? Das Gebaren nach der jüngsten Pressemitteilung von Bündnis 90 / Die Grünen lässt Zweifel aufkommen. Vorangegangen war eine eher lieblose Verabschiedung des ehemaligen Leiters der Kinderklinik am Allgemeinen Krankenhaus (AKH) Prof. Dr. Martin Kirschstein (siehe CH-Portrait). Parallel dazu kam es zu einem in der "Celleschen Zeitung" ausgetragenen Streit zwischen ihm und seinem ehemaligen Arbeitgeber aufgrund der Einstellung der von ihm eingeführten "Kindersprechstunde". Der Celler Bündnis 90/Die Grünen - Stadtverband nahm das zum Anlass für folgende Pressemitteilung:

"Und wieder einmal hat es das AKH mit negativer Presse in die Schlagzeilen geschafft. Nach Fehlplanung für Investitionen und einer unsozialen Personalpolitik im Servicebereich wird nun eine wichtige Sprechstunde für kranke Kinder gestrichen.


Nach Darstellung der Verantwortlichen im AKH hätten sie alles Nötige getan zum Erhalt der Kindersprechstunde. Fakt ist aber, dass diese kurzfristig nicht mehr stattfindet. „Wir erwarten von einem verantwortungsbewussten Vorstand, dass eine so besondere Sprechstunde im Sinne der jungen Patienten erhalten bleibt“, so Anna Boertz. „Dann müssten die betroffenen Eltern nicht in weiter entfernte Krankenhäuser ausweichen, bei denen die Termine über Monate ausgebucht sind.“


„Anscheinend ist der Geschäftsleitung das Patientenwohl nicht wichtig genug, sonst hätten sie bei der Vertragsfindung mehr Engagement gezeigt“, so Daniel Beer, Stadtverbandsvorstand der Grünen in Celle. „Es wird Zeit, dass nun der Aufsichtsrat tätig wird und die Geschäftsleitung ins Benehmen nimmt, damit diese Sprechstunde mindestens übergangsweise wieder in Celle stattfinden kann.“ "Ende der Kindersprechsstunde hat allein Kirschstein zu verantworten"


CELLEHEUTE hat beim AKH um eine Stellungnahme gebeten. Doch anders als noch dem CZ-Redakteuren gegenüber, dessen Frau im AKH arbeitet, hat Kirschstein, der nun genau für die Grünen in die Politik geht, dieses Mal das Krankenhaus nicht von der Schweigepflicht entbunden. Das Krankenhaus sieht sich demnach Vorwürfe der Grünen zu einem Grünen-Kandidaten gegenüber, auf die es nicht umfassend reagieren darf. Es erklärt: "Wir weisen die haltlosen Behauptungen über das AKH in der Pressemeldung der Grünen bezüglich der Sprechstunde des Grünen Direktkandidaten für die Landtagswahl, Prof. Dr. Martin Kirschstein, entschieden zurück.

Leider dürfen wir nicht detailliert auf diese Behauptungen eingehen, da wir dabei etwa auch über die Vertragsverhandlungen mit dem Grünen-Politiker Professor Kirschstein sprechen müssten – das verbietet uns aber der Arbeitnehmerdatenschutz. Wir hatten bei Herrn Prof. Kirschstein angefragt, ob er uns die Genehmigung erteilt, uns gegenüber CelleHeute über Vertragsdetails zu äußern. Eine solche Genehmigung hatte er uns bereits ausschließlich und personenbezogen bezüglich einer Anfrage in der Sache gegenüber einem anderen Celler Journalisten erteilt. Leider ist Herr Professor Kirschstein dieser Bitte nicht nachgekommen und hat uns ausdrücklich eine Schweigepflichtentbindung nicht erteilt.

So bleibt uns abschließend nur zu sagen, dass uns die Schicksale der Kinder und Eltern natürlich zu Herzen gehen. Die Gründe, warum die Sprechstunde in dieser Form nicht weitergehen kann, hat aber allein Herr Professor Kirschstein zu verantworten. Unsere Tür stand bis zuletzt offen." Von anderen Parteien liegen keine Erklärungen vor. Ob Parteipolemik oder Skandal, nötige Einsparung oder "Totalversagen", ist so nicht zu klären - die Leidtragenden sind die Kinder.


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