Müllsammelaktion in Adelheidsdorf


Foto: Nele Ehrhardt

ADELHEIDSDORF. Ehrenamtliches Engagement wird in der Gemeinde Adelheidsdorf großgeschrieben. Seit 23 Jahren machen sich Engagierte aus den drei Ortsteilen auf den Weg, um die Feldmark vom Müll zu befreien. Dabei erscheint es doch den Normaldenkenden eher selbstverständlich, dass die Natur einem besonderen Schutz unterliegen sollte.

Und dann wird es umso unverständlicher, wenn man sieht, was am Ende aus den Randstreifen und Waldstücken herausgeholt worden ist. Selbst Elektroschrott, Glas und Papier waren dabei.

Dennoch: „War gut“, sagt Artur Ehlert, "hat Spaß gemacht.“ Der jugendliche Sammler aus Großmoor hat bereits Erfahrung in dieser ehrenamtlichen Arbeit. Er hatte sich wie im Vorjahr die Sammelbereiche zwischen Großmoor und Dasselsbruch ausgesucht.Was allerdings bei den insgesamt in der Natur eingesammelten zwei Kubikmetern Müll unter den Beteiligten für Unverständnis sorgte, war, dass doch sehr viele Dinge kostenlos hätten entsorgt werden können oder aber Pfandgelder einbringen. Die zahllosen Zigarettenkippen, auch Einweg-E-Zigaretten hat man gefunden, nehmen im Müllbeutel wenig Platz ein, in der Natur verschmutzt der Stummel aber etwa 40 Liter Wasser.

Die Sammler haben wohl weniger Covid-19-Schutzmasken gefunden, dafür aber in diesem Jahr unheimlich viel Glas. Ihnen sind ganz besonders die vielen Sektflaschen an der Hannoverschen Straße aufgefallen. Am Finkenweg in nördlicher Richtung nach Wittekop lag sehr viel Altpapier, das offensichtlich von offenen Anhängern geflogen war. Spargelfolie an der Neuen Aue, die gehörte da nun wirklich nicht hin. Elektrogeräte, wie Kombigrillapparate oder Kaffeemaschinen, da sollte der Weg zu den öffentlichen Abgabestellen, wie bei der Samtgemeinde Wathlingen oder dem Abfallzweckverband Celle, mindestens genauso leicht sein wie der umständliche Weg in ein Waldstück hinein.

Das Umweltbewusstsein bei den Ehrenamtlichen passt in jedem Fall. Die 32 Engagierten arbeiteten bei bestem Wetter und hatten mit der dreijährigen Mia Wolf in diesem Jahr die jüngste Teilnehmerin.

Text: Matthias Blazek

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