Müden feiert 1000 Jahre


Ortsvorsteher Volker Nickel bei seiner Begrüßung. Fotos: Susanne Zaulick

MÜDEN/ÖRTZE. An diesem Wochenende feiern die Müdener und ihre Gäste das 1000-jährige Jubiläum des Dorfes. Den Auftakt gestalteten junge und ältere Müdener gestern Abend im Festzelt am Heidesee beim Dorfabend. Torsten Ahrens aus dem Nachbardorf Poitzen führte als „neutraler“, aber kenntnisreicher Moderator humorvoll durch den Abend.


Dass Müden im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ in der ersten Runde des Landeswettbewerbs ausgeschieden ist, konnte der guten Stimmung keinen Abbruch tun. Rund 500 Menschen tummelten sich im und rund um das große Zelt und verfolgten die Darbietungen der Feuerwehr-Blaskapelle, des deutsch-französischen Chors der Grundschule, der „Mü‘er Plattsnacker“ mit Hans-Heinrich Euhus und die Lesung von Eckhard Graf aus dem Buch „Das alte Müden“.


„Chroniken bestehen ja meist hauptsächlich aus Zahlen und Männernamen“, leitete der Autor der Geschichten seine Lesung ein und erklärte: „Wir wollten was anderes, nämlich Geschichten erzählen“. Im Auftrag des Fördervereins NaturHeimat Müden hat er sich von Müdenern ihre Erinnerungen und Überlieferungen erzählen lassen und sie aufgeschrieben. Und darin kommen natürlich auch Frauen, Kinder und manche kuriose oder interessante Begebenheit vor. Einige Buch-Exemplare sind noch über Ortsvorsteher Volker Nickel zu beziehen.


Nachdem die SchülerInnen der Grundschule am Heidesee mit einem „Hamburger“ das Zelt zum Beben und die Zuschauer zum begeisterten Mitklatschen gebracht hatten, ging es mit einem Rückblick auf die Historie durch Landrat Axel Flader wieder etwas ruhiger zu. „Es waren viele schwere Zeiten, aber Müden hat sie gut gemeistert weil hier Menschen leben, die bereit sind, sich zu engagieren“, so Flader.


Lobende Worte für den Ort und seine Bewohner gab es auch von Kerstin Speder. „Ich bin stolz, dass wir so was Repräsentatives wie Müden in unserer Gemeinde haben“, so die Bürgermeisterin. Auch der CDU-Landtagsabgeordnete Jörn Schepelmann fand bewundernde Worte für den Ort zwischen Örtze und Wietze. „Wenn ich an Müden denke, denke ich an die Heide, den wunderschönen Ort und den Müdener Markt, der in Kürze endlich wieder stattfinden wird..“


Die beiden Bürgermeister bzw. Ortsvorsteher der befreundeten „Müden“ an der Mosel und der Aller

gratulierten und erzählten ein wenig aus ihren Dörfern. Aus Berlin-Spandau trat die Bezirksbürgermeisterin Dr. Carola Brückner ans Mikrofon. Spandau ist mit der Gemeinde Faßberg durch die Luftbrücke historisch verbunden. „Uns hat vor 45 Jahren ein Krieg zusammengeschweißt“, blickte sie zurück um dann den Bogen zu schlagen zum aktuellen Ukraine-Krieg und den zu bewältigenden Flüchtlingsströmen. „Ohne Ehrenamt würden wir nicht da stehen, wo wir jetzt sind“, hob sie den „Glanz der Unsichtbaren“, in Spandau, ebenso wie in der Gemeinde Faßberg hervor.


Mit viel ehrenamtlichem Engagement hinter den Kulissen wird an diesem Wochenende noch weiter gefeiert in Müden. Um 13 Uhr startet heute der Familientag und das „Spiel ohne Grenzen“ am Heidesee.


Festprogramm


Jubiläumsfestwochenende 01.-03.07.2022 Offizielles Programm
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