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Landräte werben in Berlin für Bestandstreckenausbau




BERLIN/CELLE. Zusammen mit kommunalen Vertreter aus den Landkreisen Harburg, Heidekreis und Uelzen und hat sich Celles Landrat Axel Flader mit den verkehrspolitischen Obleuten der Bundestagsfraktionen gestern in Berlin ausgetauscht. Sie griffen damit ein entsprechendes Angebot des Vorsitzenden des Verkehrsausschusses, MdB Udo Schiefner, auf. An dem Gespräch nahmen auch die Bundesabgeordneten der Region und unter anderen die Bürgermeisterin der Stadt Bergen, Claudia Dettmar-Müller, teil. „Durch einen Streckenneubau würden viele Quadratkilometer von unberührter Natur und Landschaft durchschnitten“, sagte Flader in seinem Eingangsstatement, „gleichzeitig ist die Deutsche Bahn völlig intransparent, was ihre Berechnungsgrundlage zur Wirtschaftlichkeit einer neuen Trasse angeht“, so Celles Landrat weiter.

Die Landräte und Bürgermeister machten deutlich, dass die Region die Umsetzung des sogenannten Alpha E fordert, also den Ausbau der Bestandsstrecken. Etwas anderes sei den Menschen nicht zu vermitteln. „Große Infrastrukturprojekte können nur erfolgreich sein, wenn die Bürgerinnen und Bürger mitgenommen werden“, machte Flader deutlich. Diese würden darauf vertrauen, dass das Ergebnis des Dialogforums Schiene Nord aus dem Jahr 2015 nun auch endlich umgesetzt werde. Alle Landräte betonten aber ebenso, dass die Bereitschaft bestehe, über weitere Schritte zu sprechen, wenn sich nach Umsetzung des Alpha E herausstellen sollte, dass weitere Kapazitäten erforderlich seien. So sei man 2015 auch verblieben. „Der erste Schritt muss aber gemacht werden, bevor über weitere Schritte gesprochen werden kann. Die Menschen im Landkreis Uelzen – und auch in der übrigen Lüneburger Heide – werden aktuell gegen jede Neubaustrecke massiven Widerstand entfalten. Eine Neubaustrecke wäre für uns wie eine Autobahn ohne Auffahrt: Wir hätten nur Nachteile zu tragen, profitieren würden andere. Um es deutlich zu sagen: Dann brennt die Heide“, so Uelzens Landrat Dr. Heiko Blume, der das Treffen initiiert hatte.

Im Anschluss erfolgte ein Meinungsaustausch mit den Obleuten. "Dabei unterstützten die örtlichen Bundestagsabgeordneten die Position der Landräte und Bürgermeister sehr deutlich", so der Landrat.

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