Landkreis bittet darum, von privater Flüchtlingsabholung abzusehen
- Audrey-Lynn Struck

- 23. März 2022
- 1 Min. Lesezeit

CELLE. Nach Informationen des Landkreises sind bis heute rund 900 Flüchtlinge aus der Ukraine im Landkreis Celle aufgenommen worden. Dies stelle die Strukturen besonders in den kreisangehörigen Städten, Gemeinden und Samtgemeinden auf eine erhebliche Belastungsprobe, so die Kreisverwaltung. Die Leistungen, die dort in so kurzer Zeit erbracht wurden, seien herausragend.
Der Landkreis weist in Abstimmung mit den Kommunen dringend darauf hin, dass private Initiativen, die Flüchtlinge zum Beispiel von der Grenze oder aus der zentralen Verteilstation in Laatzen holen, unterbleiben sollten. „Natürlich ist es toll, dass so viele Menschen helfen wollen, aber wir hören immer öfter, dass sich für die Hilfswilligen eine private Unterbringung von Flüchtlingen dann doch über eine längere Zeit als zu schwierig erweist. Die Menschen werden dann bei den Kommunen vorbeigebracht mit der Aufforderung, sich darum zu 'kümmern'“, sagt Landkreissprecher Tore Harmening. Dies sei nicht leistbar, weil bereits über das Regelsystem Menschen zugewiesen werden und weitere kommen werden. In einigen Fällen müssen Menschen, die in privater Initiative zunächst untergebracht wurden, dann wieder in die zentralen Aufnahmestellen gebracht werden, was nicht zielführend sei.
Es sollte auch zunächst darauf geachtet werden, die Flüchtlinge zur Ruhe kommen zu lassen. „Wir hören, dass bereits teilweise Willkommensfeste organisiert werden. Auch diese Initiative ist bestimmt sehr nett gemeint, aber es geht derzeit darum, dass die Flüchtlinge nach großen Strapazen in der neuen Umgebung ankommen und mit dem Nötigsten versorgt werden", so Harmening. Wer helfen möchte, sollte sich bei den kreisangehörigen Städten, Gemeinden oder Samtgemeinden melden, um bei der Unterbringung und Versorgung zu helfen. Außerdem gibt es zahlreiche Spendeninitiativen.














