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Kunstaktion im öffentlichen Raum: „Sterben im Mittelmeer nicht länger hinnehmen“


CELLE. Einen Monat nach der tödlichsten Schiffskatastrophe in Europa in diesem Jahrtausend erinnert die Initiative Land in Sicht – Transition (LIST) mit der „Plakatierung“ von Schaufenstern leerstehender Geschäfte in der Altstadt.


Die Sprecherin der Initiative, Cornelia Döllermann-Nölting: „Am 14. Juni, vor einem Monat, wurde das Mittelmeer für wahrscheinlich über 600 Menschen zum Grab. Nur 104 überlebten das Unglück.“ Sie verweist darauf, dass es glaubwürdige Hinweise darauf gibt, dass die griechische Küstenwache die Menschen nicht nur durch Nichtstun hat Sterbenlassen, sondern mitverantwortlich für das Kentern des überfüllten Bootes war.

Für das Leiden und Sterben an Europas Grenzen seien weder Naturgewalten verantwortlich, noch die gern zitierten Schlepper oder gar die zivile Seenotrettung, so Döllermann-Nölting, sondern eine Asylpolitik, die Menschen zwingt, ihr Leben zu riskieren, auf der Suche nach Schutz und einem würdigen Leben: „In Anbetracht des täglichen, vielfachen Unrechts des EU-Grenzregimes, das die koloniale Ausbeutung von Menschen und Rohstoffen aus dem Globalen Süden fortführt, um den Wohlstand des Globalen Nordens zu sichern, treten wir ein für legale Einreisewege und das Recht zu Bleiben. Der sich im Zuge der voranschreitenden Klimakatastrophe und einer wachsenden sozialen Ungleichheit weiter brutalisierenden Festung Europa setzen wir die Vision einer für alle Menschen gerechten und lebenswerten Welt entgegen.“

Auf den Plakaten ist zu lesen: „14. Juni / 600 Ertrunkene / Warum?“, „EU-Grenzregime tötet“, „Sichere legale Fluchtwege sofort“


Foto: Cornelia Döllermann-Nölting

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