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"Krankenhauszugang wird zur Zeitfrage" - Niedersachsen und Celle abgehängt



HAMBURG/CELLE. In sechs deutschen Landkreisen lebten 2020 weniger als 60 Prozent der Bevölkerung in für Notfälle ausreichender Nähe von Krankenhäusern. Laut Daten von Eurostat liegt der ostfriesische Landkreis Wittmund diesbezüglich an erster Stelle, lediglich 48 Prozent der Bewohner können innerhalb von 15 Fahrminuten ein Krankenhaus erreichen. Das hat die Online-Plattform "Statista" errechnet.



Grafik: Statista

"Drei weitere der acht Regionen mit dem schlechtesten Zugang zu Krankenhäusernl liegen in Niedersachsen", so Statista-Autor Florian Zandt. Unter den Top 3 der unteren Ränge ist Celle mit 58,6 Prozent. Die restlichen Regionen in den Top 8 seien hingegen großflächig über Deutschland verteilt, vom schleswig-holsteinischen Dithmarschen bis zum badenwürttembergischen Freudenstadt. Auch hinsichtlich eines weiteren Indikators zur medizinischen Versorgung liege Niedersachsen im deutschlandweiten Vergleich auf den hintersten Rängen. So kamen 2019 auf 100.000 Einwohner lediglich 384,9 Ärzte, weniger waren es nur in Brandenburg. Ungeschlagen an der Spitze in diesem Ranking sei Hamburg mit 640,3 Ärzten pro 100.00 Bewohner:innen.


Im europäischen Vergleich rangiert Deutschland und der deutschsprachige Raum ebenfalls ganz hinten, wie die Grafik von Eurostat belege.


Grafik: Eurostat

Trotzdem habe Deutschland laut "Ärzteblatt" nach Meinung vieler Fachleute mit 1.900 "viel zu viele Krankenhäuser". Welche Aus­wirkung die Schließung von Kliniken haben könnte, habe das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) in Essen untersucht. Einer veröffentlichten Analyse zufolge habe sich durch die Schließung von 18 Krankenhäusern zwischen 2015 und 2018 die Fahrzeit mit dem Auto zum nächsten Krankenhaus für rund 700.000 Menschen um durch­schnittlich rund sieben Minuten verlängert. Zudem sank die Rate der Krankenhausaufenthalte in der betroffe­nen Bevölkerung. Das Ärtzeblatt versucht dennoch ein positives Fazit und bemüht dafür den Konjunktiv: "Sollten die wegfallenden Krankenhausaufenthalte haupt­sächlich Patienten mit leichten Erkrankungen betref­fen, die stattdessen ambulant behandelt werden können, würde dies für eine effizientere Gesundheitsversor­gung mit tendenziell besserer Versorgungs­qualität sprechen."



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