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Katzenbaby-Misshandlung in Faßberg: PETA lobt Kreisveterinäramt Celle für schnelles Eingreifen


Das Katzenbaby wurde von dem Mädchen wiederholt am Rückenfell hochgezogen und durch die Luft geschleudert. / © PETA Deutschland e.V.

CELLE. Top oder Flop? PETA hat die besten und schlechtesten deutschen Veterinärbehörden 2023 gekürt. Berücksichtigt wurden Ämter, die bei ihrer Arbeit besonders positiv oder negativ aufgefallen waren, nachdem sie von der Tierrechtsorganisation über einen Missstand informiert wurden.


Mitte April 2023 erreichte PETA ein Video aus Faßberg. Es zeigt zwei Mädchen, die in einem Kinderzimmer zwei Katzenbabys misshandeln. Eines der Mädchen zieht ein Katzenbaby wiederholt am Rückenfell hoch und schleudert es durch die Luft. Sieben Mal landet das deutlich erkennbar verängstigte Tier auf dem Bett, beim achten Mal auf dem Boden. Das andere Mädchen schüttelt das zweite Katzenbaby grob mit beiden Händen. Da die Kinder offensichtlich gewalttätig mit den Katzen umgingen und ihnen die Empathie gegenüber den Tieren fehlte, hat PETA sofort das zuständige Veterinäramt kontaktiert. Die Tierrechtsorganisation bat die Behörde, die Katzen schnellstmöglich aus der Haltung zu nehmen und erstattete zusätzlich Strafanzeige gegen die Eltern.


Das Kreisveterinäramt Celle hat innerhalb von zwei Tagen reagiert und Hausdurchsuchungen veranlasst. Dabei wurden Katzen beschlagnahmt und in Sicherheit gebracht. Durch ihr schnelles Eingreifen sicherte sich die Behörde einen Platz in PETAs TOP 5 der besten Veterinärämter Deutschlands in 2023. „Das Kreisveterinäramt Celle hat tolle Arbeit geleistet – dank ihm haben die gequälten Katzenbabys die Chance auf ein gutes, sicheres Leben erhalten. Wir sind dankbar für das schnelle, entschlossene Handeln in diesem Fall“, so Lisa Bechtloff, Fachreferentin für Whistleblower-Fälle bei PETA Deutschland.


Die Organisation setzte das Kreisveterinäramt Celle auf Platz 3 der Top-Veterinärämter 2023.


Tierrechtsorganisation meldet Hunderte Fälle jährlich

Veterinärämter sind für die Überwachung und den Vollzug des Tierschutzgesetzes in Deutschland zuständig. PETA meldet den Behörden jeden Monat zahlreiche Fälle von Tierquälerei, Hunderte Fälle jährlich. Die Tierrechtsorganisation kontrolliert zudem, ob und wie diese daraufhin im Sinne des Tierschutzgesetzes tätig werden. Während vielerorts in Zusammenarbeit mit Amtstierärzten sehr gute Erfolge für die Tiere erzielt werden, gibt es noch immer zu viele Veterinärämter, die das Tierschutzgesetz und die entsprechenden Verordnungen und Richtlinien nicht genügend umsetzen.

Seit 2012 kürt die Tierrechtsorganisation jährlich die aus Tierschutzsicht positiv oder negativ aufgefallenen Veterinärämter. Im Ranking wird stets die gesamte Behörde genannt, auch wenn oftmals einzelne Amtstierärzte positiv oder negativ hervorstachen.


PETA rät Zeugen von Tierquälerei: Nach Meldung bei Veterinärbehörde beharrlich bleiben

Zeugen von Tierquälerei sollten sich an die zuständige Veterinärbehörde ihrer Stadt oder ihres Landkreises wenden. Es ist ratsam, Beobachtungen detailliert und sachlich zusammenzufassen. Besonders hilfreich ist Bild- und Videomaterial. Empfehlung von PETA: Nach der Meldung beim Veterinäramt unbedingt so lange nachhaken, bis der Missstand beseitigt ist. Eine Übersicht mit ausführlichen Tipps, wie Zeugen gegen Tierquälerei vorgehen können, gibt es unter Tierquälerei.de/Tierquälerei-melden.


PETA Deutschland begeht im Jahr 2024 ihr 30-jähriges Jubiläum. Zu diesem Anlass fordert die Organisation, dass Tiere vor dem Gesetz als Personen, das heißt als Träger von schutzwürdigen Interessen, anerkannt werden und bestimmte Grundrechte erhalten. PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden.


Die Ergebnisse des PETA-Rankings sind unter folgendem Link zu finden: https://www.peta.de/neuigkeiten/veterinaeraemter-2023/


Text: PETA Deutschland




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