Kardiologe Dr. Christian Wilken-Tergau zu Gast auf der Bürgerkanzel
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- 24. Apr.
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CELLE. Es gehört zur täglichen Arbeit des Kardiologen Dr. Christian Wilken-Tergau, mit der Endlichkeit des Lebens konfrontiert zu werden. Zum Beispiel dann, wenn Wilken-Tergau, Arzt für Innere Medizin in der Herz- und Gefäßpraxis am Celler Neumarkt, mal wieder einem Patienten gegenübersitzt, der von einem Herzinfarkt aus dem Trott des Alltags gerissen wurde und sich nun fragen muss: Wie schaffe ich das, wie gehe ich mit dieser Krise um?
Nach zwei Jahrzehnten Arbeit in Krankenhäusern und nunmehr drei Jahren als niedergelassener Arzt, ist Dr. Wilken-Tergau längst ein Experte geworden – nicht nur auf seinem Fachgebiet, sondern auch im Umgang mit existenziellen Lebensproblemen. Oder noch besser: In der Kunst, mit so einer Krise fertig zu werden.
Resilienz lautet denn auch das große Thema, über das Dr. Christian Wilken-Tergau am 26. April 2026 um 18 Uhr auf der Bürgerkanzel in der Stadtkirche St. Marien sprechen wird. „Wir wachsen auf mit dem Versprechen, dass alles gut werden wird“, sagt er. „Doch eine Herzschwäche oder Probleme mit dem Herzen, können dieses Vertrauen in die eigene positive Zukunft zerstören.“ Als Mediziner habe er in seiner Praxis oft keine Zeit und keinen Raum für echte seelsorgerliche Unterstützung und doch gehe es bei den Patientengesprächen oft um Themen, die nicht direkt mit der eigenen Physis zu tun haben.
„Kann ich noch eine Familie gründen, wenn mein Herz so schwach ist? Sollte ich wirklich ein Haus bauen, wenn ich so eine Diagnose bekomme? Gesundheitliche Probleme mit dem Herzen konfrontieren uns mit der Endlichkeit des Lebens“, beschreibt es Dr. Wilken-Tergau. Er selbst habe „eine eigene Haltung zu dem Thema entwickelt“, die sich unter anderem aus seinem christlichen Glauben speist und sich am ehesten mit dem biblischen Psalm 121 beschreiben lasse. Darin heißt es: „Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. Woher kommt mir Hilfe? Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.“
Verstehen. Akzeptieren. Und schließlich eine Dankbarkeit entwickeln. Dafür, dass das Leben doch noch weitergeht, wenn auch etwas beschwerlicher. „Ich erlebe oft, wie sich Patienten nach überstandener Krise mit Achtsamkeitsübungen und Meditation beschäftigen“, berichtet der Herzspezialist. „Die Fähigkeit, schwierige Lebenssituationen ohne anhaltende Beeinträchtigung zu überstehen“ – so beschreibt der Duden das große Wort Resilienz. Das sieht auch Dr. Wilken-Tergau so, der seine eigene Widerstandskraft durch Musik bestärkt. Schon als Teenager sang er in verschiedenen Kantoreien, seit 16 Jahren gehört er der Celler Stadtkantorei an und ist u.a. für die musikalische Begleitung bei den Taizé-Andachten in der Klein Hehlener Bonifatiuskirche verantwortlich.
Der Gottesdienst mit Bürgerkanzel am 26. April ist selbstverständlich für alle frei zugänglich, im Anschluss lädt der Ev.-luth. Kirchenkreis Celle zu Wein, Wasser und Snacks ins Seitenschiff der altehrwürdigen Stadtkirche St.Marien.
Text: Alex Raack, Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit im Ev.-luth. Kirchenkreis Celle














